ABBA und Partystimmung im Tempodrom

Wer kennt nicht die schwedische Popgruppe ABBA und die großen Hits der 70er Jahre? Die vielen Erfolgssongs der beiden Paare, Agnetha und Björn sowie Benny und Anni-Frid werden in der Musikgeschichte und in den Herzen der Menschen weiterleben.

Im Frühjahr 2016 lebt diese Musik erneut auf: Die Tribute-Show ABBA THE SHOW lässt die Pop-Ära wieder lebendig werden. 18 Konzerte gab es in Deutschland und in der Schweiz. Der letzte Termin in dieser Reihe war im Berliner Tempodrom. Um es vorwegzunehmen, die vielen ABBA-Fans hatten ihren Spass und Partystimmung war angesagt. Das volle Haus tobte zeitweilig, es wurde viel geklatscht, mitgesungen und zumindest an den Rändern der Sitzreihen kräftig getanzt.

Katja Nord (Anni-Frid) und Camilla Dahlin (Agnetha) - Foto Herbert Schulze
Katja Nord (Anni-Frid) und Camilla Dahlin (Agnetha) sind Co-Produzentinnen und Sängerinnen von ABBA THE SHOW. Bereits 1996 gründeten sie die ABBA-Cover Band „Waterloo“ mit Erlaubnis des Originals.

Zu Beginn des Konzertes kamen die Stimmen der Frauen, offensichtlich auch wegen einer suboptimalen Aussteuerung, nicht sonderlich gut rüber. Dies änderte sich im Laufe der Show erkennbar zum Positiven. Ihre natürliche Ausstrahlung entschädigte für einige Unzulänglichkeiten. Die männlichen Parts für Björn und Benny präsentierten sich eher farblos und waren musikalisch im Hintergrund. Aber hier konnte zum Schluss der Show (wenigstens das!) ein wenig mehr Begeisterung und Temperament überschwappen.

Mit der zehnköpfigen Band, Originalmusikern und dem renommierten National Symphony Orchestra of London mit Dirigent Matthew Freemann wurden die größten ABBA-Hits „live in concert“ dargeboten. Die über 30 Musiker setzten mit einem satten Sound Dancing Queen, Money Money Money, Mamma Mia und jede Menge anderer Hits gut in eine gewohnte ABBA-Atmosphäre um.

Selbst der frühere ABBA Saxophonist Ulf Andersson ließ es sich nicht nehmen, als Ehrengast zur ersten "Waterloo"-Show zu erscheinen. Auch im Tempodrom war er dabei. Sein wohl markantestes Solo ist das in der Aufnahme des berühmten ABBA-Songs „I do, I do, I do, I do…“ . Andersson ging 1977 mit ABBA auf deren Welttournee und reiste mit ihnen durch Europa und Australien.

Besonders wichtig ist der Band, dass sie nahe am ABBA-Sound bleiben und auch möglichst so aussehen wie ihre musikalischen Vorbilder.

Freuen durfte man sich auch auf die bunten Kostüme von ABBA; aber da enttäuschte die Show in großen Teilen. Ohne Modeexperte zu sein und ohne auf Äußerlichkeiten so großen Wert zu legen: die Kostüme der Sängerinnen, aber auch aller anderen Mitwirkenden waren eher einfach und billig. Und das ist durchaus noch freundlich ausgedrückt. Von Glamour und ABBA war nicht wirklich etwas zu spüren; die Kostüme zum Finale mal ausgenommen. So kann man nur hoffen, dass bei künftigen Shows an dieser Stelle ein etwas größerer Teil der Produktionskosten auch für die äußere Präsentation eingesetzt wird… auch wenn man vielleicht in den hinteren Reihen die Liebe zum Detail sowieso nicht so wahrnehmen kann.

In der Mitte mit Ulf Andersson am Saxofon (Foto Herbert Schulze)
Bei Chiquita wird begeistert mitgesungen. Mit den Hits Fernando, Super Trouper, A Winner takes it all und verschiedene Medleys wurde das breite Spektrum der ABBA-Welt präsentiert. So ist ABBA THE SHOW seit über 10 Jahren bereits selbst ein Kapitel in der ABBA-Historie und dem Revival-Kult geworden.

Eine ABBA-Party mit musikalisch großem Aufwand überzeugte die Fans, wobei zur ganz großen ABBA-Klasse noch ein ganzes Stück fehlte. Fast zum krönenden Abschluss fehlte jedoch natürlich nicht der Siegertitel aus dem Eurovision Song Contest 1974: Waterloo.

ABBA THE SHOW verabschiedete sich mit “Thank You for the Music” und auch die Fans sagen Danke!

Thomas Moser BerLi-Press

 

Hans Klok: Verzaubert auch ohne Simsalbim

An drei Tagen, vom 20. bis 22. Januar 2016, brachte der große niederländische Illusionist Hans Klok die Zuschauer im Tempodrom zum Staunen. Für seine kleinen und großen Zaubereien, Illusionen und Stunts braucht Hans Klok keinen Zauberstab und auch keinen Zauberspruch. Der Zauber gelingt ohne all diese herkömmlichen Hilfsmittel.

In einer grandiosen „The New Houdini“ Show wandelt Hans Klok auf den Spuren seines großen Vorbilds Harry Houdini, der Anfang des 20. Jahrhunderts seine großen Erfolge beim Circus und im Varieté feierte. Die Show wurde in Monte Carlo mit dem Silbernen Clown ausgezeichnet. Schon vorweg kann man sagen, dass die Mischung von kleinen Zaubereien und großen Illusionen ein Erlebnis für die ganze Familie ist. Die Großeltern sind genauso angetan wie die Enkel mit ihren aufgerissenen Augen.

Die Show von Hans Klok ist ein vollgepacktes Programm mit einem Showensemble, natürlich auch Zauberhelfern und mit erstklassigen internationalen Varieté-Stargästen. Das Programm ist eine harmonische Show mit fließenden Übergängen. Sterne schweben über die Bühne, Lichtpunkte wandern durch den Raum und ganz einfache Tücher können sich gegen die Weisungen des Zauberers sträuben. Viele, viele kleine Dinge faszinieren. Man staunt nicht schlecht, als sogar ein Tisch durch den Zuschauerraum schwebt. Auch zum Greifen nah eine Glühbirnen-Zauberei, exklusiv vom großen Houdini-Vorbild, in dem die Glühlampe über das begeisterte Publikum schwebt.

Die Groß-Illusionen sind natürlich ein Schwerpunkt des Zaubermeisters. In den verschiedensten Behältern, Würfeln und Kisten verschwinden Kloks Assistentinnen oder er selbst, meistens „garniert“ mit Säbeln, Messern und Feuer, und sind dann im Nullkommanichts an einer anderen Stelle. Dort sind sie gänzlich anders angezogen und ungeschoren für den nächsten Trick bereit. Die Geschwindigkeit und die Wechsel sind atemberaubend. Selbst wenn man vielleicht bei einigen Tricks glaubt die Ansätze entschlüsseln zu können, bleibt die unvorstellbare Geschwindigkeit ein Rätsel. Schwebende Menschen scheinen zu den leichteren „Klok-Übungen“ zu gehören. Atemberaubende Houdini-Nummern mit der „Kralle des Todes“ oder die Befreiung aus dem wassergefüllten Wasserbecken sind Entfesselungs-Stunts, wie Klok sie immer wieder nennt, die keineswegs alltäglich in der Zauberei und durchaus gefährlich sind. Die Houdini Zaubereien haben schon über hundert Jahre auf dem Buckel, sind aber keinesfalls verstaubt und in die Zauberjahre gekommen.

Die Stargäste der großen Show beeindruckten mit ihren Künsten. Ob ein tanzendes Verkleidungspaar, Seiltanz einer Chinesin, Hula Hoop oder der einzigartigen Kontorsionskunst der beweglichen Schlangenfrau aus Afrika, alles war einmalig großartig.

Foto: Roy Beusker

Magier Klok entführt mit „The New Houdini“ den Zuschauer in eine magische Welt, in der das Unmögliche möglich gemacht wird. „Das ist Träumen mit offenen Augen“, verspricht Hans Klok. Der Mann mit dem blonden wallenden Haar wusste zu beeindrucken und mit seinem liebenswerten Charme und Witz, in einem niederländisch gefärbten Deutsch, konnte er spielend leicht die Zuschauer für sich einzunehmen.

Staunen, genießen, entspannen! Ein perfekt zauberhafter Abend!

Thomas Moser – BerLi-Press

 

Roncalli kommt, Weihnachten beginnt!

Der Circus Roncalli und sein Gründer und Direktor Bernhard Paul bürgen schon seit 1976 für eine hohe künstlerische Qualität. Der 12. Original Roncalli-Weihnachtscircus ist jetzt auch schon eine Berliner Tradition.


Das Tipi-Zelt am Anhalter Bahnhof verwandelt sich zu einem feierlich geschmückten Weihnachtszelt. Der Weihnachtscircus ist eine gelungene Kooperation von Roncalli mit Semmel Concerts. Auf die Premiere freuen sich auch jedes Jahr viele Prominente mit ihren Familien. Ob Schauspieler oder Fernsehleute, alle freuen sich auf diesen Jahresabschluss. In diesem Jahr waren beispielsweise Walter Plathe, Ben Becker, Ingo Naujoks, Johann von Bülow, Mariella Ahrens, Britta Elm, Enie van de Meiklokjes und auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, mit seiner Familie dabei.

Wenn Roncalli kommt, dann beginnt Weihnachten, das war der Eindruck, den man bei vielen Besuchern gewinnen konnte. Wer das Circusgebäude betritt, tritt in eine andere Welt und wird so gleich ein Stück entschleunigt.

Das Programm beginnt und die Zuschauer werden nicht enttäuscht. Das erstklassige Roncalli Royal Orchestra gibt immer den passenden Takt an. Traditionelle Klänge und rockig-swingende Musik ist kein Gegensatz, zumindest nicht mit Roncalli. Ein buntes Varieté-Programm wird zu fairen Preisen präsentiert. Alle Acts greifen wie ein Zahnrad ineinander und sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Trotz künstlerischem Feinsinn ist es eine lebendige Show geworden, die sich durch viel Kraft und Energie auszeichnet. Als Motto hätte man auch gut „aufregend-unaufgeregt“ nehmen können.

Der feinsinnige Clown verbindet gekonnt die Showteile und kann selbst mit der simpelsten Plastikverpackung kleine Konzerte anstimmen.

Eine riesig schimmernde Stab-Marionettenfigur gibt einen leichtfüssigen charmanten Rahmen für Bernhard Pauls Weihnachtsmärchen.

Mit großen Ballons und mit Hilfe der Riesenmarionette wird sogar ein kleines Luftballon-Mädchen zum Schweben über die Köpfe der Zuschauer gebracht. Eine faszinierende Welt zwischen getragen werden und schweben verkörpert dieser luftiger Zauber.

Aber es ist natürlich auch erstklassige Akrobatik dabei.


Eine Truppe mit jungen Kubanern fliegt durch die Luft, leuchtende Bälle, kombiniert mit Jonglage und Dynamik, verzaubern das Publikum und ein junger Spanier tanzt mit viel Temperament und atemberaubenden Salti über ein Seil. Zwei andere Akrobaten schwingen zwei Frauen durch die Manege und mit einem Rhönrad-ähnlichen Reifen bewegt sich lustig und kunstvoll so eine Art Yeti über die Weihnachtsbühne. Unter dem Titel „Human Flag“ bewegen sich Karen und Dominic geschmeidig an einer Stange und wirken fast schwerelos, quasi wie zwei wehende Fahnen. Das Ganze wurde auch noch mit Pantomime kombiniert und ist so eine einzigartige Shownummer. Zwei andere Pantomimen und Zauberer, Vic & Fabrini, sind eine Klasse für sich. Mit viel Magie, Körperbeherrschung und Komik bewegen sie sich, wobei es fast nicht zu durchschauen ist, ob eine lebensgroße Puppe doch nur ferngesteuert ist. Der Roncalli-Weihnachtscircus hat zwar kein Tier dabei, nicht einmal Hunde oder Ponys haben ins Programm gefunden, aber trotz alledem kann man von einem tierisch guten Programm sprechen.

Roncalli hat sich mal wieder übertroffen, obwohl man immer wieder glaubt, dass diese Spitzenleistungen nicht zu toppen sind. Eine Empfehlung, bei der man wahrlich kein schlechtes Gewissen haben braucht. Noch bis zum 3. Januar!

Thomas Moser (auch alle Fotos)


Alle Fotos Thomas Moser

 

Dieter Hallervorden ab Januar in dramatischer Charakterrolle zu sehen

Recht auf Liebe ohne Altersgrenzen
Dieter Hallervorden, kürzlich für seine sensible Darstellung eines Demenzkranken im Film „Honig im Kopf“ mit dem Bambi und dem Lubitsch-Preis ausgezeichnet, wird ab Januar seine Wandlung zum ernsten Charakterdarsteller auf der Bühne des Schlosspark Theaters unter Beweis stellen. Premiere ist am 16. Januar 2016.


Foto: DERDEHMEL-Urbschat

In Gerhart Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ spielt Hallervorden den bekannten Verleger Matthias Clausen, der im Alter von 80 Jahren die Liebe zu einer jungen Kindergärtnerin (gespielt von Katharina Schlothauer) entdeckt. Dem Wunsch der beiden, ihre Liebe zu leben, steht der Widerspruch von Clausens erwachsenen Kindern entgegen, die jedoch nicht um des Vaters Gesundheit, sondern um ihr Erbe fürchten. Es kommt zum Eklat.
Dieter Hallervorden: „Die Rolle des Matthias Clausen ist die größte Herausforderung meiner Bühnenlaufbahn. In höchster Wertschätzung für das Werk Gerhart Hauptmanns werde ich einfühlsam und demütig versuchen, diese Herausforderung zu meistern.“
Gerhart Hauptmann (1862-1946) gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. – Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ wurde am 16. Februar 1932 in der Inszenierung von Max Reinhardt im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. 1956 wurde das Stück in der Regie von Gottfried Reinhardt mit Hans Albers, Martin Held, Claus Biederstaedt, Hannelore Schroth, Erich Schellow, Maria Becker u.a. verfilmt. Fernsehspiele entstanden daraus in den Jahren 1962 (Hauptrolle: Ernst Deutsch), 1970 (Hauptrolle: Werner Hinz) und 2000 (Hauptrolle: Harald Juhnke). Aufgrund der thematischen Aktualität steht das Drama noch heute regelmäßig im Spielplan deutschsprachiger Bühnen.
Am Schlosspark Theater spielen ab 16. Januar 2016 in der Inszenierung von Thomas Schendel und Ausstattung von Stephan von Wedel neben Dieter Hallervorden in der Hauptrolle Katharina Schlothauer als Clausens junge Geliebte Inken und Franziska Troegner als deren Mutter. Die Kinder von Clausen werden von Irene Christ, Maria Steurich und Harald Effenberg dargestellt, vervollständigt wird das große Ensemble durch Martin Gelzer, Oliver Nitsche, Mario Ramos, Anne Rathsfeld und Achim Wolff.

Einführungsmatinee: 10.01.2016, 11.00 Uhr
Voraufführungen: 14.01.2016 und 15.01.2016
Weitere Vorstellungen:
17.-18.01.2016 / 02.-07.02.2016 / 07.-10.03.2016 / 13.-15.03.2016 / 17.03.2016 /
10.-16.04.2016 / 09.-16.05.2016, jeweils 20 Uhr
Schlosspark Theater, Berlin

 

 

NIEDECKENS BAP: Stapellauf in Berlin am 14.1.2016 im Heimathafen Berlin

Lebenslänglich
Seit 40 Jahren schippern Niedeckens BAP nun schon mit ihrem Rock`n`Roll-Dampfer über den Rhein in die Konzerthallen Deutschlands und der Welt.
Am 14.Januar 2016 lädt Niedeckens BAP nun zum Stapellauf ihres 18.Studio-Albums „LEBENSLÄNGLICH“ in den „Heimathafen“ in Berlin ein, um das Jubiläumsjahr 2016 mit einer sehr intimen und besonderen Show einzuläuten. Für diesen speziellen Abend haben sich sogar einige Überraschungs-Gäste angekündigt. Gespielt werden vor allem Songs vom neuen Album „LEBENSLÄNGLICH“, welches am 15. Januar 2016 veröffentlicht wird und wohl auch der eine oder andere Klassiker aus dem umfangreichen Songbook von Niedeckens BAP.
Lasst euch überraschen!

 
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