Musikanten sind in der Stadt - Rolling Stones in Berlin

Vor 5 Monaten an der Copacabana und überall auf der Welt und jetzt  wieder in Berlin. Keith Richard hat sich vom Palmensturz erholt, Mick Jaeger und Co. sind fit wie ein Turnschuh und das zeigten sie auch am 21. Juli 2006 bei tropischen Temperaturen im Berliner Olympiastadion.

Auch Lichtenrade macht sich auf den Weg und sichtbar viele Fans, viele auch mit der roten Andy-Warhol-Zunge geschmückt, fahren schon Stunden vor Konzertbeginn an das andere Ende der Stadt. Die Stadioneingänge sind belagert und Rock´n Roller, besonders in der Altersklasse 40 (gutgeschätzt) bis 65, freuen sich auf ein großes Rockspecktakel.

Mit leichter Verspätung von einer knappen Stunde, für eine Rockband dieser Klasse ja durchaus angemessen, betreten  Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood & Charlie Watts

mit einem fürchterlichen Knall  die Bühne. Das Konzert „A Bigger Bang" hat mit „Jumping Jack Flash" begonnen. Die Bühne, aufgebaut vor dem Marathon-Tor,  ist einem Parkhaus ähnlich, wo die Auf- und Abfahrt sichtbar ist. Bei den Stones dient der große Aufbau, der mit über 120 Trucks nach Berlin transportiert wurde, für die Wiedergabe der Lichteffekte.

Mit großen Effekten spart die Band auch diesmal nicht. Die um einige Frauen und Mannen verstärkte Band legte sich bei „Start me up", „Angie", „Paint in Black" und „Brown Sugar" - YEAH - voll ins Zeug. Je später der Abend wird, umso mehr dröhnen die Bässe durch das nicht ganz gefüllte Rund des Stadions. Das Publikum wurde immer tanzfreudiger, wobei hier besonders auch junge Fans ab Zwanzig sich besonders ins Zeug legten. Die durchaus kräftigen Eintrittspreise waren wie vergessen.

Mick Jagger machte einige Sprachversuche in Deutsch und Keith Richard musste erst mal seinen Joint ausdrücken. Also alles ganz normal und wie gewohnt bei den „Rollenden Steinen".

Einer der vielen Höhepunkte war, als sich der gesamte Mittelteil der Bühne langsam in die Mitte des Stadions bewegte und man nicht nur von der Videowand ein Ahnung davon bekam, dass es sich leibhaftig um die legendäre Rockgruppe handelte. Hier konnte die Band unter einem Baldachin weiterspielen und begeisterte mit „Honkey Tonk Woman". Schlusspunkt, wie kann es anders sein, war „I can´t get no - Satisfaction".

Die letzten unerlaubten Erinnerungsfotos wurden geschossen und die gut gelaunte Menschenmenge konnte sich nach fast zwei Stunden „Rolling Stones" in Richtung S- und U-Bahn nach Hause bewegen.

Zusammenfassend kann man sagen, der Fan schlechthin hat das Bekannte bekommen und war begeistert, dass der Frontmann Jagger mit 62 noch so über eine Bühne jumpen kann. Wenn das kein Vorbild ist!?

Thomas Moser

 

22.07.2006

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