Swingende Steine und ein Geburtstagskonzert -

„Es ist immer etwas besonders in Berlin zu sein!"

 

Vor dem Berliner Friedrichstadtpalast sind drei neue Pflastersteine hinzugekommen. Im „Berliner Pflaster" werden besondere Künstler geehrt. Heute sind die Swinglegenden Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn auf dem Claire-Waldoff-Platz hinzugekommen. Hier sind nun schon 14 Künstler verewigt, die zu Berlin und dem Friedrichstadtpalast einen besonderen Bezug haben. Mit den Pflastersteinen, eher etwas größere Platten mit Namenszug und zum Beispiel Handabdrücken, sind schon Ute Lemper, Caterina Valente, Luis Armstrong, Helga Hannemann u.a. geehrt worden.

Zur feierlichen Enthüllung, knapp 2 Stunden vor Konzertbeginn, kamen Max Greger und Hugo Strasser. Paulchen Kuhn konnte wegen Krankheit nicht kommen.

Eine große Schar von Journalisten, Pressefotografen und Fernsehmenschen umlagerten die Geehrten und rangen um die besten Bilder. Greger und Strasser gingen sogar in die Knie, damit die Fotografen die Künstler mit den Pflastersteinen ablichten konnten. Trotz angespannter Gesichter, konnte man den Swingern auch die Rührung und Freude dieser Ehrung anmerken. 


Die musikalische Umrahmung, ein Bossa Nova auf Gitarre interpretiert, brachte Gregers Füße zum mitwippen.

Max Greger zu den Journalisten: „ Es ist immer etwas besonderes in Berlin zu sein. Zum Friedrichstadtpalast und zur Waldbühne hatte ich immer eine besondere Beziehung!"

Greger, gerade 80 Jahre alt geworden, macht sich selbst ein Geburtstagsgeschenk. Mit den musikalischen Freunden Hugo Strasser, Ted Herold und den Zick Sisters sowie der SWR Big Band hat sich Max Greger auf eine „musikalischen Zeitreise in vier Stationen" zum ersten Mal auch mit Sohn Max Greger jr. und Enkelsohn Max Greger jr.jr. begeben. 14 Auftritte dieser Tournee sind ausverkauft. Eine stolze Leistung!

 Es wird Swing von den legendären Anfängen in der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart geboten. Das Publikum, sicherlich etwas in die Jahre gekommen, liebt Greger mit seinem Saxophon und den schnippenden Fingern, die unverwechselbar den Takt für seine Big Band angeben. Aber auch der Bayer Strasser, bekannt als „Klarinetten-Hugo", hat seine junggebliebenen Fans.

Die Vita von Max Greger ließt sich wie ein kleines Märchen:

Bereits vierzehn Tage nach Kriegsende spielt der damals 19jährige Max Greger in amerikanischen Clubs. Sein 1948 gegründetes Sextett spielt tagsüber volkstümliche Musik im Bayerischen Rundfunk und abends heißen Jazz. Im Publikum sitzen Berühmtheiten wie Duke Ellington, Count Basie, Ella Fitzgerald und Lionel Hampton. Der amerikanische Einfluß der Jahre 1945 - 1955 war prägend! Damals bereits fünf Jahre dabei: Hugo Strasser.

Die folgenden acht Jahre bis 1963 verbringt Max Greger mit seiner Big Band vorwiegend auf Tournee. Im Jahr 1959 spielt er als erstes westliches Orchester in sechs Städten der UDSSR. Immer mit dabei: die angesagten Gesangsstars der damaligen Zeit, unter ihnen Ted Herold.

Die Gründung der Fernsehanstalt ZDF läutete die nächste Epoche in Max Greger`s Laufbahn ein: In den nächsten 16 Jahren bis 1979 ist er fester Bestandteil des Unterhaltungsprogramms des Senders. Die Max-Greger-Big-Band, versiert in allen Musikrichtungen, begleitet alle großen Live-Shows der Zeit, wie „Der Goldene Schuss", „Vergiss mein nicht", „Musik ist Trumpf", „Der Große Preis" u.v.a. und bestätigt durch das neue Medium seinen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Seit 1970 mit von der Partie: Max Greger jr. „Back to the roots" ist Max Greger seit 1979 in verschiedenen Besetzungen live auf der Bühne zu erleben. Ohne Unterlass führen ihn seine Konzertreisen durch Europa, überwiegend mit der Produktion „Swing Legenden" gemeinsam mit Paul Kuhn, Hugo Strasser, der SWR Big Band und den Zick Sisters, mit denen er die größten Konzertsäle Deutschlands mühelos füllt.

Das „Berliner Pflaster" ist ein Stück musikalischer geworden. Das Pflaster scheint zu swingen und das Konzertpublikum begrüßt ihre Idole im Friedrichstadtpalast im folgenden Geburtstagskonzert mit viel Applaus. Als  Belohnung der Konzertbesucher dürfte eine unvergessliches Konzert sicher sein.

 

Online-Pressedienst-Lichtenrade / Thomas Moser 

24.04.2006

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