Puhdys – Das Buch „Abenteuer PUHDYS“ erzählt von 20 Jahre Ost und 20 Jahre West

Die legendäre Ostrockband PUHDYS präsentiert zum 40jährigen Bandjubiläum die leidenschaftlich authentische Biografie „Abenteuer PUHDYS“.

Im Kino Babylon in Berlin-Mitte lesen die Protagonisten der Band, der Ur-PUHDY Peter „Eingehängt“ Meyer und der Kopf Dieter „Maschine“ Birr aus dem Buch aus dem Verlag Neues Leben. Unterstützt wurden sie bei den Fragen der Fans durch die beiden PUHDYS-Musiker Klaus Schwarfschwerdt und Peter „Bimbo“ Rasym. Dieter „Quaster“ Hertrampf lies sich entschuldigen.
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Das mit vielen interessanten Fotos gestaltete Buch erzählt vom Beginn und vom Wirken der PUHDYS mit den unterschiedlichsten Musikern. So erfährt man, dass der ehemalige KARAT-Sänger Herbert Dreilich, bevor es mit den richtigen PUHDYS am 19. November 1969 im Tivoli im sächsischen Freiberg losging, schon bei der Ur-Puhdys-Besetzung vertreten war. Das Lied-Repertoire bei den Tanzveranstaltungen umfasste damals ganze 15 Lieder. Nachdem die langharrigen staatlich geprüften Musiker anfangs ihre musikalische Identität mit internationalen Rock-Coverversionen von Deep Purple, Shocking Blue und Uriah Heep suchten, kam 1973 der Durchbruch der PUHDYS mit dem DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“ und den heute noch immer populären deutschsprachigen Hits von Glück, Liebe und Tod „Wenn ein Mensch lebt“ und „Geh zu ihr“, denen viele AMIGA-Platten folgten. Seit 1980 schrieb „Maschine“ die Texte. Nach der 20 jährigen, mit dem Nationalpreis geehrten, DDR-Karriere, die die PUHDYS oft auch in das sozialistische und auch sogenannte kapitalistische Ausland (seit 1974) führte, einer kurzfristigen Auflösung der PUHDYS im Wendejahr 1989 und dem fulminanten offiziellen Comeback 1992, werden die Musiker wohl noch Jahre bis zu ihrer „Rockerrente“, wie es in einem Song heißt, spielen. Besonders sympathisch stellen sich die PUHDYS dar, wenn sie ihre DDR-Vergangenheit und ihre Systemanpassungen an die Kulturförderung nicht verleugnen, aber auch nicht glorifizieren.

Die Bandmitglieder zeigen sich im Buch mit ihren Stärken und Schwächen, erzählen die teils interessanten Entstehungsgeschichten ihrer Spitznamen und verraten auch viel Intimes von ihren unterschiedlichen Lebenswegen. So erzählen sie aus ihrer Kindheit und Jugend, von Ängsten, Lieben und Lastern. Natürlich fehlen nicht die interessanten Geschichten, die die PUHDYS als Band, besonders noch zu DDR-Zeiten, erlebt haben. Damit werden sie für Fans nochmal ein Stück greifbarer. Die PUHDYS bezeichnen ihr Geheimnis darin, dass sie einfaches Material wirksam auf den Punkt bringen und Form und Inhalt eine geschlossene Einheit bilden, wie „Eingehängt“ bei der Buchvorstellung philosophiert. Dazukommt dann noch das überaus kreative Wirken von „Maschine“, die passende musikalische und menschliche Mischung der Bandmitglieder und ein gutes langjähriges Management (Multiart).

Mario Adorf, der mit dem den PUHDYS in einem Film gespielt hat, schreibt ein freundschaftliches Buchvorwort. Das Buch ist in Gestaltung und Text ein Zeitdokument und ansprechendes Gesamtkunstwerk, das eine schöne Ergänzung zu den natürlich unvergesslichen Liveauftritten der Band, wie zuletzt das 40 jährige Festkonzert am 1. Januar 2009 in der mit 13.000 Fans besetzten o2-World, ist! Die PUHDYS singen von den Eisbären, die sie sehen wollen, die Fans wollen hauptsächlich aber noch lange die PUHDYS sehn!

Thomas Moser - BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 Das Buch: „Abenteuer Puhdys“
- 320 Seiten, gebunden mit vielen, teilweise farbigen Abbildungen, 19,90 € ISBN 978-3-355-01755-8
- Verlag „Neues Leben“ in der Eulenspiegel Verlagsgruppe
- Herausgegeben von Angela Kaiser und Christian Hentschel

Weiterführende Links: http://www.eulenspiegel-verlag.de und http://www.puhdys.com

Bericht zum Konzert in der o2-World: http://weblog.berli-press.de/archive/2009/01/02/die-puhdys-werden-40.htm

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