Viele Balinesen aus ganz Deutschland feiern traditionelles Fest

„Hari Raya Kuningan“

Viele Balinesen aus ganz Deutschland feiern traditionelles Fest erstmals im Balinesischen Garten (Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn

mit traditionellen Tempeltänzen, Gamelanmusik, balinesische Handwerkskunst, festlich geschmückter Garten und kulinarische Kostproben

 

„Hari Raya Kuningan“ ist der letzte Tag der zehntägigen Galungan-Feierlichkeiten, die aus Anlass der Schöpfung der Welt in Bali jedes Jahr zelebriert werden.

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 Foto: Pressefoto

Die „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn feierten erstmals mit vielen in Deutschland lebenden Balinesen dieses hohe Fest im und am Balinesischen Garten, der im Jahr 2003 eröffnet wurde. Für die Feierlichkeiten, die zwei Tage dauern (28. und 29. März 2009) wurde eigens ein großes Zelt in der Nähe des Gartens aufgestellt. Traditionelle Tempeltänze, die Darbietung eines Tempelumzuges, begleitet von einem Beleganjur  (Prozession-Gamelan) und balinesische Handwerkskunst versetzten die Besucher in eine fremde Welt. Dazu trägt aber auch der festlich geschmückte Balinesische „Garten der drei Harmonien“ bei, der nur aus diesem Anlass und an diesen beiden Tagen mit kostbarem Zierrat versehen und zum Schauplatz für Tempelzeremonien und der Herstellung von Opfergaben wird.

Neben Informationen über Kultur, Religion und die Natur Balis wurde balinesische Handschrift vorgeführt und Kinder konnten sogar balinesische Tempelbekleidung anprobieren.

Selbstverständlich durften bei den Feierlichkeiten speziell für diesen Festtag zubereitete Speisen nicht fehlen!

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3 Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press-

Galungan ist der wichtigste Feiertag im rituellen balinesischen Kalender und ist dem allerhöchsten göttlichen Wesen „Sang Hyang Widi“, dem allumfassenden Schöpfer und Herrn des Universums, gewidmet.

Für dieses zehn Tage andauernde Fest steigen der Schöpfer und die zu Göttern gewordenen Ahnen, von ihrem Sitz auf dem Berg „Gunung Agung“ in die Tempel auf die Erde herab. Dort verweilen sie bei den Menschen und erst am zehnten Tag – zu Kuningan – gelangen sie wieder in den Himmel. Viele Mythen ranken sich um das Kuningan-Fest. In der Überlieferung verbindet sich für Balinesen dieser Tag mit dem Sieg über den despotischen Herrscher und Dämonen „Maya Danawa“. Der Erzählung nach hatte dieser Despot seinen Untertanen verboten, ihren Gottheiten und Ahnen zu huldigen. Durch den Beistand des Gottes Indra und dessen göttlichen Verbündeten, den Bharatas, gelang die Befreiung, und fortan konnten die Menschen nach ihrem eigenen Glauben – dem Bali-Hinduismus, auch Agama Hinduismus genannt - ihr Leben gestalten.

In Erinnerung daran ehrt man auch heute noch an Kuningan die Seelen der gefallenen Krieger die zu göttlichen Helden wurden.

Für die Balinesen symbolisieren Galungan und Kuningan den mythologischen Sieg des Dharma „des guten Prinzips“ über das Adharma, „das böse Prinzip“ wodurch die Welt immer wieder neu geschaffen wird.

 

Eingänge:     

Eisenacher Straße S7 Bhf. Marzahn / Bus 195, U5 Bhf. Hellersdorf / Bus 195

Blumberger Damm S7 Mehrower Allee / Bus X 69


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