Die kürzeste U-Bahnstrecke in Berlin
Ich empfehle eine Besichtigung der neuen U-Bahnstrecke. Ich finde besonders den U-Bahnhof Brandenburger Tor sehr gelungen. Viele schöne Fotos von der Historie des Brandenburger Tores kann man sehen. Er ist schon heute ein großer Touristenmagnet! Jetzt muss man nicht mehr über diese U-Bahn meckern, finde ich!
U55 ist die Linienbezeichnung für eine Strecke der Berliner U-Bahn vom Brandenburger Tor zum Hauptbahnhof, die am 8. August 2009[1] eröffnet wurde. Diese bisher nur 1,8 Kilometer lange Strecke ist Bestandteil der auch als Kanzler-U-Bahn bezeichneten Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 vom Alexanderplatz nach Westen. Nach Bau und Inbetriebnahme der Strecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor wird die Linie U55 in der U5 aufgehen. (aus Wikipedia).



Fotos Thomas Moser -BerLi-Press- (www.berli-press.de)
Aus dem BVG-Kundenmagazin September 2009 plus_09:
„Machen wir den Anfang ganz tief unten, gut 15 Meter unter der Oberfläche, auf dem Bahnsteig des neuen U-Bahnhofs Brandenburger Tor. Hier werden an den Wandflächen hinter den Gleisen großformatige historische Bilder und Schwarz-Weiß-Fotos des Pariser Platzes und des Brandenburger Tores gezeigt, als ein Ort, an dem sich die „deutsche Geschichte einer ganzen Generation verdichtet“. Im Gegensatz zu den beiden anderen U55-Bahnhöfen ist der vom Architekturbüro Hentschel/Oestreich entworfene Bau geradezu niedrig und mit 95 Metern auch der kürzeste. Über dem Treppenzugang vom Pariser Platz sind Zitate bedeutender Staatsmänner angebracht, vom unsäglichen Ulbricht-Zitat, nach dem niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten, bis zur Aufforderung Ronald Reagans an Gorbatschow, „tear down this wall!“ Im Eingangsbereich des U-Bahnhofs sind auf drei Monitoren Original-Filmbeiträge zum Bau und Fall der Mauer zu sehen. Eine große Stadtansicht zeichnet den Verlauf der Mauer nach.
Der U-Bahnhof Bundestag steht schon in den Reiseführern der Touristen mit dem Hinweis „unbedingt ansehen“. Er wurde von Architekt Axel Schultes im gleichen Stil wie die oberirdischen Bauten der Bundesregierung entworfen: Nackter Sichtbeton, eine Galerie entlang der Seitenwände und mit Verzicht auf jede zusätzliche Ausschmückung. Vor allem die asymmetrisch angeordneten, acht Meter hohen Säulen geben dem Bahnhof eine ganz besondere Anmutung. Den ersten Besuchern fielen gleich Begriffe wie „Kathedrale“ oder „Tempel“ ein. Kein Wunder, dass gerade hier im vergangenen Jahr unter anderem Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ einen passenden Aufführungsort gefunden hatte.
Zweieinhalb Minuten – Endstation auf der „vielleicht kürzesten U-Bahnstrecke der Welt“: Hauptbahnhof. Wir befinden uns im Kellergeschoss des erst vor drei Jahren eröffneten Fernbahnhofes, einer der modernsten Europas. Die U-Bahn-Station dagegen ist von schlichter Eleganz und kann dennoch mit einem Superlativ aufwarten: denn der U-Bahnhof Hauptbahnhof ist mit seiner lichten Höhe von 11 Metern der bislang höchste im ganzen Berliner U-Bahnnetz. An seinen Wänden erinnern Fotos auf Emailleplatten an die historischen Berliner Fernbahnhöfe und an die bewegte Eisenbahngeschichte der Stadt.
So dicht liegen Zukunft und Vergangenheit beieinander.“
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