Party mit Dieter Thomas Kuhn in der Waldbühne

Berlin. 29. August 2010 Schon die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berliner Waldbühne entwickelte sich zu einem großen Event. Party in der S-Bahn: „Oh, wie ist es schön!“ sangen, nein grölten, die Kuhn-Fans.
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Schrill gekleidet im bunten Hippie-Outfit, übergroßen Sonnenbrillen, Perücken auch für die männliche Brust, und überall Sonnenblumen! So kam der gepflegte Fan, der ganz normale Banker, die ganz normale Angestellte, in die Waldbühne. Hier wollte man einfach nur unbeschwert feiern. Alle wollten zu Dieter Thomas Kuhn & Band. Dieter Thomas Kuhn, oft betitelt als „singende Föhnwelle“ oder „singende Disko-Kugel“, vermittelt mit bekannten deutschen Schlagern eine unglaubliche Stimmung und Lebensfreude.

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Wenn Dieter Thomas Kuhn und seine Kapelle, wie er seine Musiker bezeichnet, die Bühne erobert, legt sich ein Schalter beim wartenden Publikum um. Von der ersten Minute an ist die Stimmung wundervoll, man schaut in glückliche Gesichter und alle singen mit.

Schon seit 1994 tingelt Kuhn´s Band in Sachen Schlager der neunziger Jahre durch die Clubs. Nach mehreren Neustarts begann Kuhn 2004 sein großes Comeback mit seinem alten Schlager-Repertoire. Seit 2009 begeistert die Stimmungsband mit dem Album „Schalala“ auch auf den großen Bühnen in Deutschland. Über 1 Millionen mal verkauften sich seine Tonträger. Die Presse schreibt: „Die Fans beben, die Hallen heben ab, die Zeitreise in die Vergangenheit beginnt. Und wieder fliegen BH – Mengen, Sonnenblumen, Kuscheltiere auf die Bühnen, wieder liegen sich wildfremde Menschen glücklich in den Armen, tanzen „Fiesta Mexicana“ oder begeistern sich am Trompetenohrsolo bei „Amore mio“.
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Zwar wurden die BH´s in Berlin nicht gesichtet, jedoch ist es faszinierend, dass auch in Berlin mit voller Inbrunst geschunkelt werden kann. „Michaela“, „Griechischer Wein“, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ und „Ich war noch niemals in New York“ sind die Hits beim Publikum.
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Der etwas kühle, aber ansonsten wundervolle Spätsommerabend (der Regen hat für einige Stunden einen Bogen um die Waldbühne gemacht), garantierte Party und Lebenslust pur. Die Kapelle rannte, meistens ohne Kuhn, über die Bühne und gab mit ihrem Outfit den besonderen Farbtupfer in der Dekoration ab. Da sieht Dieter Thomas Kuhn, mit seinem silberglitzernden Bühnenanzug, fast noch solide aus. Aber das Publikum kann auch romantisch, romantisch grölen halt: „Der Junge mit der Mundharmonika“. Die Songs werden lebendig, teilweise im rasenden Tempo, dargeboten. Fast hat man manchmal den Eindruck, dass die Schnelligkeit dafür sorgen sollte, dass man ganz viele Lieder im Programm unterbringen kann. So wurde auch im Eiltempo: „Du bist so heiß wie ein Vulkan“ gespielt. Kollektiv begab man sich musikalisch „über die Wolken“ und die Fans freuten sich: „Oh, wie ist es schön!“

Ein wahrer Hexenkessel in der Waldbühne. Darüber würde sich Hertha BSC bei manchem Heimspiel freuen. Die unteren Ränge und der Platz vor der Bühne waren in der Open-Air-Arena gefüllt. Der rote Abendhimmel verstärkte die Illusion von der „kleinen Kneipe“, manchmal half da sicher auch der eine und andere Cocktail, das Bierchen oder die Erdbeer-Bowle.
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Das Publikum feiert halt gerne, macht gerne Party oder will ganz einfach für ein paar Stunden die Probleme zu Hause lassen. Wie schon gesagt, ganz normale und keineswegs irgendwie prollige Fans. Das Farbenspiel auf der Bühne wurde mit der Dunkelheit noch präsenter und eine unbeschreibliche Mallorca-Party und das Köln-Karneval-Feeling wollte kein Ende nehmen. „Willst du mit mir gehen“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ und auch „Schön ist es auf der Welt zu sein“ wurde im Co-Gesang mit Kuhn, Kapelle und Publikum in der Waldbühne zelebriert.

Lustige Menschen, wo man hinschaute, glückliche knutschende Pärchen überall und einen Dieter Thomas Kuhn, der meinte: „Rock´n Roll muss man spüren!“ Der Rock´n Roll war dann halt: „Und es war Sommer“ und auch „Bitte mit Sahne“. Aber es ist ja auch egal! „Rock´n Roll ist das, was Spaß macht.“ sagt Kuhn. Dieter Thomas Kuhn definiert den Rock´n Roll an dieser Stelle neu. Zwei Beschreibungen sind dann auch über den schrillen Entertainer zu lesen: „Der Papst des schlechten Geschmacks“ und „ein Kuhn–Konzert ist wie der letzte Kindergeburtstag“. All das ist aber den Fans völlig egal!

„Ti amo“ und „Liebe ohne Leiden“ waren im Zugabenteil etwas einfühlsamer zu hören.

In der Berliner Waldbühne wollte keiner nach Hause gehen und am liebsten noch eine ganze Nacht Party machen!

 

Thomas Moser (auch alle Fotos) –BerLi-Press (www.berli-press.de)

 

https://www.dieterthomaskuhn.de/

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