Sonderkonzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin

Bericht von Bernhard Husch (LINK)

Pünktlich zum Jahresausklang spielte das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung seines Chefdirigenten Marek Janowski in großer Besetzung die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven mit dem Schlusschor "Ode an die Freude". Das Konzerthaus Berlin war bis auf wenige Plätze besetzt. 

Mit dem Rundfunkchor Berlin (Choreinstudierung: Nicolas Fink) traten die Solisten Iris Vermillion (Alt), Heidi Stober (Sopran), Kwangchul Youn (Bass) und Torsten Kerl (Tenor) auf.
 
Beethoven führte seine 9. Sinfonie am 7. Mai 1824 am Kärtnertortheater in Wien zum ersten Mal auf. Das Werk wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Eigentlich war es eine Auftragskomposition der Philharmonic Society London - dort wurde die Sinfonie allerdings erst ein Jahr später  aufgeführt. Die Satzbezeichnungen sind: 
  1. Satz: Allegro ma non troppo – un poco maestoso – d-Moll
  2. Satz: Molto vivace – Presto – d-Moll
  3. Satz: Adagio molto e cantabile – Andante moderato – B-Dur
  4. Satz: Presto – Allegro assai – Andante maestoso - Allegro energico, sempre ben marcato – Allegro ma non tanto – Prestissimo – d-Moll/D-Dur

Janowski leitet sehr souverän, bestimmt und lebendig die Musiker an. Das relativ junge Orchester spielt mit Verve - allerdings erfordert das Instrumentalspiel auch einige Anstrengung (selbst die Bratschen haben ordentlich zu tun).

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Solisten und des Chores: Es wird sehr akzentuiert und kraftvoll - aber nie nervend - gesungen. So  wünscht man sich eine 9. Sinfonie von Beethoven.

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