Kreuzberger Nächte nach Wilmersdorf umgebettet

Zwei Künstler dem Mythos „Kleine Weltlaterne“ auf der Spur

Berlin. Fünfzig Jahre „Kleine Weltlaterne“. Zum Jubiläum der legendären Berliner Künstlerkneipe und in Erinnerung an die unvergessene Wirtin, „Künstlermutter“ Hertha Fiedler, sind zurzeit zwei Maler mit der Filmkamera unterwegs, um ein Geburtstagskränzchen der besonderen Art zu binden.
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Die Berliner Künstler Dietrich von Plettenberg (re) und Horst-Dieter Keitel (lks) wandeln mit dem Segen von Bernd und Ingo Fiedler - Sohn und Witwer der im Juni 2010 verstorbenen Hertha Fiedler - auf den Spuren der im Februar 1961 in Kreuzberg gegründeten und 1975 nach Wilmersdorf in die Nestorstraße 22 umgezogenen Berlin-Institution.

Auf der Suche nach dem jeweiligen Zeitgeist und um den Mythos des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Künstlerlokals dingfest zu machen, lassen die Filmemacher prominente Zeitgenossen, Weggefährten und Zechgesellen der vergangenen fünf Jahrzehnte zu Wort kommen. Illustre Namen wie beispielsweise Rolf Eden, Ingo Insterburg, Ben Wagin, Traudbert Erbe, Dieter Biewald, Nero Brandenburg oder Beppo Pohlmann werden ins Bild gesetzt. Letzterer hat zu diesem Anlass sogar seinen Megahit „Kreuzberger Nächte“ kurzerhand umgeschrieben beziehungsweise nach Wilmersdorf umgebettet. 

Insgesamt schwelgen alle Beteiligten in ihren speziellen Erinnerungen und erzählen freimütig allerlei Geschichten und Anekdoten. Und auch die Filmemacher selbst sind sozusagen Experten in Sachen Weltlaterne. Jedenfalls sind Keitel und Plettenberg in früheren Jahren so manche Nacht bei Hertha versumpft und wurden dabei stets von der „Künstlermutter“ unterm „Atombusen“ in Schutz genommen. Allein Plettenberg hat in den letzten Jahrzehnten Tausende Fotos zu unzähligen Anlässen vor Ort geschossen. Dort, in der Nestorstraße, soll im Sommer auch die offizielle Geburtstagsparty der Kleinen Weltlaterne mit Filmpremiere ganz groß gefeiert werden.

www.devaupe.de

www.atelier-keitel.de

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