„Halleluja Berlin“ – Ein Riesenspektakel von und mit Rainald Grebe

Das Jubiläumskonzert: einmalig und es kommt nie wieder!

Berlin-Waldbühne, 19. Juni 2011 Boxkämpfe in der Waldbühne: legendär die Kämpfe von Schwergewichtsboxer Max Schmeling! Auch 2011 wird diese Tradition wieder lebendig. Boxer kämpfen im Ring. Ein Frauenchor besingt die „Märkische Heide“ und eine La-Ola-Welle durchstreift die fast vollbesetzte Berliner Waldbühne, junge Turnerinnen springen auf die Bühne und die „Bolschewistische Kurkapelle“ marschiert mit Pauken und Trompeten durch die Waldbühne…und das ist alles noch Vorprogramm!
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Dann ist es so weit! Die Fans des hintersinnigen Liedermachers und Allroundgenies Rainald Grebe sind aus dem Häuschen. Auf einem weißen Wallach reitet der Großmeister der Kleinkunst, mit dem Federschmuck einer „Rothaut“, in die Waldbühne ein.
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Die Stimmung ist von Anfang an großartig. Rainald Grebe ist 40 Jahre alt geworden und will ganz groß feiern. Das Wetter meinte es gut mit dem Geburtstagskind und dem Publikum. Nach einem verregneten Tag lachte die Sonne nach allen Kräften. Zuerst begrüßt der Musiker und Comedian seine Gäste: „Es gibt Länder, wo was los ist…und es gibt Brandenburg!“ Die vielen Brandenburger kennen diese Späße und vergnügen sich köstlich. Rainald Grebe haben es besonders die „neuen“ Bundesländer angetan, diese besingt er mit schelmischem Vergnügen. Zu dieser Heimatverbundenheit gehört für Rainald, der aus der Nähe von Köln kommt, dass er ein Volksliedpotpourri der besonders verrückten Art anstimmt: „Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde.“ Oder er singt eigene Volkslieder in seiner besonders spitzen Art: „Wenn das Wasser der Saale Sambuca wär, Streichholz rein, Kaffeebohne rein und ich trinke die Saale leer...“ Einen kleinen Seitenhieb auf einen „dicken alten Engländer, der sich gerade in der O2-World abmüht“, Elton John ist gemeint, kann sich Grebe dann doch nicht verkneifen und schlüpft kurzentschlossen in die Rolle des Sängers mit den großen Brillen. Elton John hat zur gleichen Zeit ein Konzert in der Halle am Ostbahnhof.

Egal was Rainald Grebe singt, es hört sich alles gut an. Das Timbre in seiner Stimme hat etwas unbeschreiblich Interessantes! Bezaubernd sind seine stets witzigen und hintersinnigen Texte, er schaut den Leuten aufs Maul und scheut nicht davor, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Rainald Grebe hat ganz großes Theater geboten. Ein großes „Waldbühnen-Orchester“ sorgt mit Streichern, Bläsern und einer normalen Bandbesetzung für die richtige musikalische Begleitung. Klaus Wowereit wird begrüßt: „Ich bin heute der Bürgermeister!“ Einige andere Wegbegleiter des Künstlers wurden gesichtet: Thomas Hermanns (der Quatsch Comedy Club in Hamburg war für Rainald Grebe ein wichtiger Wegbereiter), Komiker Bastian Pastewka und Oliver Welke von der „heute-show.“

Rainald be- und vertont immer wieder: „Ich bin massenkompatibel!“ Er besingt seine Ex-Freundin Dörte „Du bist der Ausweg aus der Spaßgesellschaft“ und schlüpft mit „Ich bin der Präsident“ in die Rolle des Bundespräsidenten. Sein „Orchester der Versöhnung“, wie es sich außerhalb dieses Jubiläumskonzertes nennt, heizt dem Publikum so richtig ein. Das Dromedar „This Maag“ nervt, küsst und kuschelt sich durch den gesamten Abend als Begleiter des Entertainers.

Rainald Grebe einzuordnen und so zu beschreiben, dass man ihm gerecht wird, ist fast unmöglich. Man muss ihn einfach erleben. Der Musiker kommt als Liedermacher daher, kann aber andererseits punkigen Rock lebendig werden lassen. Die Texte sind bissig, lustig und intelligent. Ein besonderes bitteres Vergnügen bereitet ihm seine Hymne auf den „Prenzlauer Berg“, wo keiner mehr weiß, wie es vor 20 Jahren ausgesehen hat. Mit seinem Pfeffermühlen-Bass spielt Grebe Luftgitarre und singt dabei von dem dreißigjährigen Paar „Klaus und Beate“. Die „Boheme“ nimmt Grebe gerne aufs Korn, im Wissen, dass er selbst und größere Teile seines Publikums in dieser Welt, zumindest zeitweise, zuhause sind.

In der Laudatio der Jury zum Prix Pantheon 2003 heißt es treffend über den Künstler: "Rainald Grebes Lieder folgen einer eigenen Logik. Sie treiben außerhalb der Dreimeilenzone. Fernab von allen sattsam bekannten Fahrrinnen, entdecken sie im Alltäglichen das Wunderbare, im Vertrauten auf das Absurde und die Tragik in der Spaßgesellschaft. Sie sind voller Widersprüche und Widerhaken, voller Doppelbödigkeiten, überraschender Einsichten und manchmal erschließt sich erst auf dem Heimweg die Heimtücke einer seiner Reime. Man trägt sie lange mit sich herum und es kann durchaus passieren, dass bei einer außerordentlich unpassenden Gelegenheit plötzlich einer seiner Verse aus dem Unterbewusstsein wieder auftaucht und die Situation schlagartig erhellt."

Der Special Guest Renè Marik, seines Zeichens Puppenspieler und als tollpatschiger Maulwurf bekanntgeworden, sorgte für kurzweilige Unterhaltung und gab so Rainald Grebe in seiner dreistündigen Show etwas Luft zum Atmen.

Grebe, als „Diktator der Herzen“, sorgte bis zum Schluss für kurzweilige und ideenreiche Unterhaltung. Er besang in der Dämmerung die 90iger Jahre, stimmte als Liebeslied „Der Mann ohne Gefühle“ an, ist auch in der Popmusik zu Hause und besingt Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg „In Brandenburg, in Brandenburg, ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt.“ Vielen Taschenlampen und Lichter sorgten für eine schöne Abendstimmung bei der Geburtagsparty.

Rainald Grebe hat seine besten Lieder im neuen Gewand dem Waldbühnenpublikum und sich selbst aufgetischt. Eine sagenhaft vergnügliche Geburtstagsshow mit vielen Gästen und Freunden von Rainald Grebe! Herzlichen Glückwunsch!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

 

Karneval der Kulturen +++ Sonnenschein und ...

...traurige Wolken, da "Afoxè Loni" sich vom Karneval verabschiedet...nicht ganz ohne Grund: LINK http://www.afoxe-loni.de/ Die Gruppe hat an der Spitze des Umzuges immer für viel Lebensfreude gesorgt! DANKE! Am Ende der Strecke sind doch schon viele erschöpft...

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Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press -
http://www.karneval-berlin.de/de/

 
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