Geburtstagsparty mit Helge Schneider

Berlin, 30. August 2012 Helge Schneider hatte seine Fans in Berlin zu seiner eigenen Geburtstagsparty in den Sommergarten am Funkturm eingeladen. Der Wettergott hat sich noch einmal gnädig erwiesen, denn der Regen machte während des ganzen „bunten Abends“, wie Helge Schneider seine Party bezeichnet hat, eine Pause. Helge dirigierte sein eigenes Geburtstagslied, was seine Gäste in der Open-Air-Arena für ihn zum 57. Geburtstag anstimmten.

"Im Fernsehen mach ich mich zwar rar, doch bin ich immer für Euch da" sagt Helge Schneider und sieht seinen Auftritt als kleine Entschädigung dafür, dass er aus gesundheitlichen Gründen die diesjährigen Berlin-Konzerte absagen musste. Der Sommergarten zeigte sich als einmalige Konzertbühne, da für die nächsten Tage hier die Internationale Funkausstellung ihre Pforten für die Besucher geöffnet hat.

„Rettung naht“ nennt „Superhelge“ seine kleine Tournee. Aber die Überschriften für die Shows sind Helge Schneider sowieso schnurz. Sie müssen halt etwas verrückt sein, so wie sich der grandiose Jazzer auch gerne seinem Publikum präsentiert. In der Ankündigung hieß es: „Dieses bunte Programm entspringt wieder ausschließlich Helges Hirn, ohne gefährliche Feuerwerkeffekte, nur mit Witz, Quatsch, Phantasie und einem tollen Outfit, eventuell auch zwei!“

Zwar wurden zum Ende seines Konzertes Helge Schneider aus Lärmschutzgründen die Lautsprecher abgedreht, aber dem grandiosen Abend mit dem begnadeten Musiker und Faxenmacher tat dies keinen Abbruch.

Helge Schneider kam mit sich selbst, der zuständig ist für eine Vielzahl von Instrumenten und den Quatsch, und einigen bekannten musikalischen Gästen. Im kleinen Trio fing der Abend an. So reichten Ira Coleman am Kontrabass und Willi Ketzer am Schlagzeug, um mit Helges Unterstützung, oft am Piano, einen satten Jazzsound zu erzeugen. Sein Texas-Song, seine absurden Schönheitschirurgie-Vorstellungen oder 100.000-rote-Rosen erfreuen durch seine irrsinnigen Texte und einer genialen Musik, die oft locker improvisiert erscheint.

Helge Schneider veräppelt sein Publikum, um nicht ein anderes Wort zu sagen. Dann rutscht auch schon mal ein Rülpser raus, wenn er nach dem Teetrinkgenuss nicht ganz so zufrieden war. All das lieben seine Fans aber so sehr! Der beliebte Teekoch Bodo Oesterling muss Helge wieder als Bühnendepp unterstützen.

Die begnadete dunkelhäutige „Butterscotch“ zaubert einen einmaligen Beatbox mit ihrem Mund. Wo diese Bass-Schlagzeug-Töne letztendlich wirklich im Körper entstehen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Scott Hamilton spielt Tenorsaxophon. Als Spezial-Guests hat Helge wieder Pete York mit seinem Schlagzeug und seiner Stimme eingeladen. Am Tenorsaxophon war der sensationelle, auch nicht mehr ganz junge, Tyree Glenn junior dabei, der seinen Auftritt stolpernd fast auf der Krankenstation beendet hätte. Natürlich fehlte auch nicht der langhaarige Yeti-Mensch, Sergey Gleitman, der mit seinen elastischen Knien so manches Tänzchen vollführte. Aber auch Helge zeigt ab und an seinen federnden Tanzschritt, wenn er sich von den jazzigen Klängen seiner Musikerkollegen überwältigt sah. Die musikalisch hochwertige Krönung des Abends war der Auftritt des bekannte Trompeters Till Brönner.

Der Meisenmann und der Telefonmann, die Grönemeyer-Interpretation und die herrliche Udo Lindenberg Interpretation rundeten diesen bunten Abend mit dem Komiker Helge ab. Im Finale sind alle musikalischen Größen vereint. Ein typischer Helge Schneider Abend, der aber immer etwas ganz Besonders ist! Bei dieser Geburtstagparty kam die musikalische Genialität von Helge Schneider so richtig zur Geltung!

Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de)

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