Pyronale 2012 – Ein Feuerwerksspektakel der Extraklasse

Am 7.und 8. September war es mal wieder soweit. Das Maifeld vor dem Berliner Olympiastadion wurde zum Austragungsort des 7. Feuerwerk-World-Championats: der Pyronale! Dieses Jahr lautete das Motto „Best of Six“. Die inoffizielle Weltmeisterschaft der Feuerwerker zog auch dieses Jahr wieder Deutschlands Licht- und Knalleffektliebhaber an, um von den Wettbewerbsgewinnern der letzten sechs Jahre verzückt zu werden.

Das Reglement:

Bei der Pyronale treten jedes Jahr sechs internationale Teams gegeneinander an, um den Besten der Besten der Feuerwerker zu bestimmen. Dabei müssen sie sowohl Publikum als auch Jury begeistern. Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, bekommen die Teams Vorgaben sowie ein Finanzbudget. So war dieses Jahr zum Beispiel die Menge der abzufeuernden Großfeuerwerkskörper auf 2 bis 4 Tonnen und das Nettopulvergewicht auf 1.000 bis 2.000 Kilogramm festgelegt.

Bei ihren Shows haben die Teams dabei einen Pflichtteil zu gestallten, bei denen sie sich die erste Minute ohne Musik an eine Farbvorgabe halten (dieses Jahr war es Grün-Silber) und in den folgenden vier Minuten eine Musikvorgabe möglichst stimmig untermalen müssen. Das Musikstück war dieses Jahr ein Medley aus den Ouvertüren zu Bizet’s Oper Carmen und Verdi’s Oper Nabucco. Im Kürteil darf sich jedes Team zehn Minuten unter dem Motto „My Country“ farblich und musikalisch kreativ austoben. Am Ende jedes Veranstaltungs-Tages bestimmt dann das Publikum den Tagessieger. Diese Entscheidung fließt dann zu 30 Prozent in das Juryurteil ein. Die Jury setzt sich aus einer Kreativjury mit 14 Mitgliedern und einer Fachjury bestehend aus 8 Mitgliedern zusammen. Diese bestimmt dann die Gesamtsieger des Wettbewerbs.

Das Erlebnis:

Bereits in der Berliner S-Bahn, auf dem Weg zum Olympiastadion, konnte man die dick eingepackten, jede Station mehr und mehr werdenden Pyronale-Besucher erkennen. Ausgestattet waren sie mit Regenschirm oder –jacke und als Sitzgelegenheiten hatten sie Decken und Iso-Matten dabei. Voller Vorfreude unterhielten sie sich über das kommende Event.

Auf dem Weg von der Bahn kam man an den nicht zahlenden Besuchern vorbei. Diese hatten sich auf dem Vorplatz zum Stadion, welcher von der Polizei extra dafür gesperrt wurde, mit Stühlen, Decken, ja sogar Tischen mit Teelichtern ausgebreitet, um das Spektakel, trotz fehlender Karten, zu bestaunen.

Direkt hinter dem Einlass mit Sicherheitskontrolle (Stühle waren innerhalb des Geländes nicht erlaubt) war der 104.6 RTL-Stand aufgebaut. Hier wurde bereits im Vorfeld der Veranstaltung für Unterhaltung gesorgt. Den Besucher empfingen die typischen Imbiss- und Getränkestände, genau wie zuvorkommende Stewards, die denen, die noch kein Programmheft ergattert hatten, ein selbiges aushändigten. Nachdem jeder noch mal die gut gefüllten sanitären Einrichtungen besucht hatte, ging es entweder auf eine der fünf Sitzplatztribünen oder auf das Maifeld, wo sich bereits Frühkommer die besten “Stehplätze“ mit Decken, Handtüchern oder Iso-Matten reserviert hatten. So waren teilweise Flächen von zwei Personen belegt, auf denen sich die Stehenden zu zehnt oder mehr drängeln mussten. Aus diesem Grunde gab es teilweise Diskussionen zwischen den Besuchern, doch dabei blieb es und letztendlich haben sich alle arrangiert.

Die Feuerwerkskörper waren auf dem Vorfeld zum Glockenturm aufgebaut und zwischen ihnen und der Publikumsabsperrung stand eine Bühne, deren Rückwand aber rechtzeitig zur Seite geschoben wurde, um nicht den Blick auf das Bodenfeuerwerk zu versperren.

Die Show am Freitag:

Das Feuerwerk-Wold-Championat 2012 startete am Freitag mit dem Team Bugano aus der Schweiz. Schon nach den ersten Feuerwerksexplosionen wurde klar, dass man an diesem Tag nicht das ideale Wetter erwischt hatte. Neben den Regenschauern, mit denen sich die meisten schon abgefunden hatten und Schirme und Jacken griffbereit waren, spielte der Wind nicht mit. Dieser sorgte dafür, dass der ganze Rauch sich wie eine Nebelwand über das Publikum zog und so teilweise nur noch durch die Geräusche erahnen ließ, was sich dort am Berliner Nachthimmel abspielte. Doch ohne zu viel vorwegzunehmen, es hat sich trotzdem für alle Besucher gelohnt und im Nachhinein waren alle glücklich, dort gewesen zu sein.

Als Zweites startete Portugal mit dem Team Grupo Luso Pirotecnia, die in ihrer Kür mit packenden Rhythmen für Stimmung sorgten, doch wie die Schweiz das Turnier ohne Pokal verließen.

Das dritte Team am Freitag bildete auch gleichzeitig den Höhepunkt des Championats. Polen überzeugte sowohl mit ihrer Kreativität als auch mit der Synchronität zur Musik. So ging der Publikumspreis für den Freitag an diese Mannschaft. Am nächsten Tag durften die Polen noch den Goldpokal mit in ihre Heimat nehmen.

Die Show am Samstag:

Am Samstag war das Wetter perfekt. Sternklarer Himmel und der Wind trug die Rauchschwaden weg vom Publikum. Das Team Feuerwerke Jost aus Österreich startete und sorgte gegen Ende des Pflichtteils für den Schockmoment des Abends, denn eine Bombenabschussbatterie hatte sich gelegt. So explodierten große Feuerwerkskörper am Boden und verängstigten das Publikum. Doch die Veranstalter reagierten prompt: Die Show wurde sofort unterbrochen und Ordner gingen zum Publikum und fragten, ob alles in Ordnung sei. Doch bis auf den Schrecken, den die Zuschauer erlebten, ist nichts Schlimmeres passiert. Nachdem alles wieder aufgestellt, gesichert und überprüft wurde, konnte die Kür nach etwa zehn Minuten doch noch gezeigt werden. Ob nun durch diesen Vorfall bedingt oder nicht, lässt sich schwer sagen, jedoch ging auch dieses Team leer aus.

Kanada startete mit Team Apogée-Fireworks als Zweites und schaffte es mit ihrer gelungenen Kombination aus Boden- und Höhenfeuerwerk auf den 3. Platz und holte somit den Bronze-Pokal.

Publikumsliebling war am Samstag das Team Göteborgs FyrverkeriFabrik aus Schweden, die ihr Boden- und Höhenfeuerwerk sehr Präzise zu Mainstreammusik in die Luft schossen. Sie holten den Publikumspreis für den 8. September 2012 und den Silber-Pokal des Turniers.

Der Abschluss:

Nachdem alle Teams ihren Beitrag gebracht hatten, durfte das Publikum per Telefonwahl abstimmen. Während dessen wurde am Samstag noch ein Auto vom Hauptsponsor Citroën verlost, welches unter Feuerwerk auf das Maifeld zur Bühne gefahren und an ein sympathisches junges Mädchen (der Gewinnerin) übergeben wurde.

Zur Siegerehrung versammelten sich dann alle Mitglieder der sechs Teams auf der Bühne und den Siegern wurden jeweils der Pokal übergeben. Die Pokale (Bronze, Silber, Gold und Publikumspreis) wurden von der Designerin Jette Joop entworfen…und wie gesagt: das Team Surex aus Polen wurden Gesamtsieger.

Beide Abende endeten dann mit einem Abschlussfeuerwerk zum Lied „The Best is yet to come“ von den Scorpions, inszeniert von der deutschen Firma Flash arts, die auch schon die letzten Jahre diese Aufgabe innehatte.

Danach drängte das Publikum freudestrahlend und noch immer verzückt Richtung Ausgang. Aber nicht ohne zuvor noch mal darauf hingewiesen worden zu sein, dass bereits Tickets für das nächste Jahr erstanden werden könnten.

Die Pyronale findet 2013 am 6. und 7. September statt. Die Tickets sind jetzt erhältlich.

Unser Fazit:

Wir waren, wie jedes Jahr, begeistert und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Kai Moser / Elisa-Maria Moser (auch Fotos) für BerLi-Press

 

Das Berlin Tattoo mit internationalen Topformationen vom 2.-4. November in der O2 World

Ein packendes Musik- und Showerlebnis: 

Tattoos sind in Europa auf dem Vormarsch. Die aufwendig inszenierten Musikshows mit internationalen Spitzenformationen und offiziellen Repräsentationsorchestern begeistern inzwischen Hunderttausende, weil sie traditionsreiche Militärmusik in geschickter Weise mit packenden Showelementen verbinden. Seit dem vergangenen Jahr hat auch Berlin sein Tattoo. Die Premiere 2011 in der O2 World war mit mehr als 22.000 Zuschauern ein Riesenerfolg und die Erfolgsgeschichte wird in diesem Jahr fortgeschrieben. Wieder werden mehr als  700 Musiker mit ihrem vielseitigen und virtuosen Können das Publikum begeistern. Die Inszenierung lebt von Emotion, Humor und Leidenschaft. Das Berlin Tattoo in der O2 World ist weit mehr als Militärmusik: Es ist ein grandioses Musik- und Showerlebnis, das fasziniert und unter die Haut geht.

Große Momente: Tradition trifft auf Moderne

Die große Begeisterung der Zuschauer hat gezeigt, dass das Berlin Tattoo den Vergleich mit dem berühmten Royal Edinburgh Military Tattoo und dem Basel Tattoo - den beiden größten Open Air Tattoos der Welt - nicht scheuen muss. „Das Innovative am Berlin Tattoo besteht darin, bewährte und vertraute Musik mit neuen, überraschenden Elementen zu verknüpfen“, weiß Erik Julliard, der als Produzent der Berlin Tattoo Productions GmbH für das Musikspektakel verantwortlich ist und der auch das Basel Tattoo groß gemacht hat. Erik Julliard konnte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Formationen von Weltrang für seine Show gewinnen, die im November erneut in der O2 World stattfinden wird. Zum Team des Berlin Tattoo gehört auch Brigadier Melville Jameson, der langjährige Macher des Edinburgh Tattoo. Das Event liegt also in der Hand von zwei Top-Experten, die die teilnehmenden Formationen perfekt in Szene setzen.

Musik-Formationen von Weltrang – nur in der O2 World

Das Programm mit  zahlreichen unterschiedlichen Formationen hat viele Highlights zu bieten. Herausragend in diesem Jahr: Die Band of Her Majesty‘s Coldstream Guards aus England, die führende Militär-Band des gesamten britischen Empire. Ihre Haupteinsatzorte sind der Buckingham Palast und Windsor Castle. Unter anderem begleiteten sie die Hochzeit von Kronprinz William und Kate Middleton sowie den 85. Geburtstag der Queen. Die Band spielt aber auch weltweit für bedeutende Staatsanlässe und auf den wichtigsten Tattoos. Neben den Coldstream Guards werden zahlreiche weitere erstklassige Formationen dabei sein. Unter ihnen die Ailsa Craig Highland Dancers aus Schottland. Sportlich, elegant und flink tanzen die mehr als 50 Tänzerinnen zu keltischer Musik und sorgen mit Choreographien von höchster Präzision für Erstaunen. Ebenfalls von den Britischen Inseln kommen die Band of the Royal Corps of Signals und die Band of the Light Cavalry. Aus Finnland ist die Guards‘ Band of the Finnish Defence Force mit dabei und aus Dänemark kommen die bekannten Vejen Garden nach Berlin. Natürlich treten auch deutsche Topformationen auf: Es spielt das berühmte Wachbataillon beim Bundesministerium für Verteidigung, das viele protokollarische Ehrendienste der Bundesrepublik Deutschland übernimmt. Ebenfalls aus Deutschland auf der Tattoo-Bühne: Der Berolina-Chor, das Stabsmusikkorps der Bundeswehr und das Wehrbereichsmusikkorps 1. Für große Emotionen sorgen die monumentalen Auftritte der Massed Pipes and Drums, die vereinigten Dudelsackspieler, mit Musikern aus England, Schottland und Deutschland.

Die musikalische Qualität ist konkurrenzlos

Mit diesem Programm verspricht die Show wieder ein Genuss für Auge und Ohr zu werden. Die musikalische Qualität und das künstlerische Niveau der Show sind konkurrenzlos: Solche Topformationen kommen nur zu den besten internationalen Events. Alle Musiker sind hochkarätige Profis und beeindrucken mit präzisen Choreographien ihrer Formationen und vielen farbenprächtigen Uniformen. Wirbelnde Trommelrhythmen, eindringliche Dudelsackklänge und eine aufwendige Lichtshow sorgen für hochemotionale Momente. Wieder wird es überraschende Ausflüge in die Welt des Rock, Pop und Swing geben, Tanz- und Gesangseinlagen eingeschlossen. Als Kulisse dient ein nahezu originalgroßer Nachbau des Brandenburger Tors: Ein perfekter Rahmen für die Show.

Bitte beachten: Das ebenfalls für Anfang November angekündigte Event gleichen Namens in der Max-Schmeling-Halle hat einen anderen Veranstalter. Zwischen den beiden Veranstaltungen besteht keinerlei Verbindung und nur die Veranstaltung in der O2 World Berlin wird exklusiv vom Deutschen Bundeswehrverband unterstützt.

Tattoo: Musikalische Tradition mit langer Geschichte

Der Begriff „Tattoo“ stammt aus dem Holländischen: Im 17. Jahrhundert wurde mit dem Satz „doe den tap toe“ („Mach den Hahn zu“) auf Befehl des Kommandanten der Zapfhahn geschlossen – das Signal für die Soldaten, in ihre Kaserne zurückzukehren. Es  wurde meistens von einem Trommler oder Pfeiffer gespielt. Die englische Sprache bildete dann aus dem holländischen Zapfenstreich das Wort „tattoo“. Heute bezeichnet der Name ein vielseitiges Musikevent mit internationalen Spitzenformationen, Dudelsack- und Trommler-Corps, die im Zusammenwirken mit Choreographie, Tanz, Licht und Gesang  und Bühnenshow ein einmaliges Showerlebnis bieten.

Informationen & Tickets

Das Berlin Tattoo 2012 findet vom 2. bis 4. November in der O2 World Berlin statt. Premiere ist am Freitag, 2. November 2012, um 20.00 Uhr. Weitere Vorstellungen: Samstag, 3. November 2012, 14.00 und 20.00 Uhr sowie Sonntag, 4. November 2012, 14.00 Uhr.

Tickets ab 19 Euro, erhältlich bei O2 World Berlin, Tel. 030-20 60 70 88 99,

www.o2world-berlin.de sowie bei allen Eventim Vorverkaufsstellen.  

Informationen: Berlin Tattoo Productions GmbH, Tel. 030-33 30 87 03, www.berlintattoo.com

Fotos: promo/Tattoo

 
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