Nur noch kurz die Welt retten…

Der junge Tim Bendzko (28), der schon zu Beginn seiner Gesangskarriere die Welt retten wollte, füllt nun ganz alleine die Berliner Waldbühne. Mit 19.000 Zuschauern, konkreter gesagt waren es zum überwiegenden Teil Zuschauerinnen, ist für die Berliner Pflanze ein Traum in Erfüllung gegangen: „Ich bin völlig fassungslos, dass so viele gekommen sind.“

Ein lauer Sommerabend, der anfangs mit einigen leichten Regenschauern verbunden war, wurde zum perfekten Rahmen für das Konzert mit Tim Bendzko und seiner Band. Vorab begeisterte der Special Guest „Chima“ das Publikum.

Bereits 2009 stand Tim Bendzko bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims auf der Bühne der Waldbühne und erhielt danach seinen ersten Plattenvertrag. Im Jahr 2011 begeisterte er die Berliner in der Waldbühne als Special Guest im Vorprogramm von Joe Cocker. In diesem Jahr war er als Juror bei „The Voice Kids“ zu sehen. Zahlreiche Sommerkonzerte und Festivalauftritte absolvierte Tim Bendzko, aber Berlin ist für ihn immer wie ein ganz besonderes Heimspiel. Für Bendzko ist es eindeutig: „Das Konzert in der Waldbühne setzt dem Ganzen jetzt die Krone auf.“

Die Atmosphäre in der Waldbühne ist von Anfang stimmungsvoll. Alle Hände gehen hoch und werden im Takt bewegt, die Augen werden geschlossen, der Partner wird liebevoll umarmt und den poetischen und melancholischen Texten des Sing-Songwriters wird aufmerksam gelauscht. Tim Bendzko singt vom Schmerz „Es geht wieder vorbei,“ von einer Reise mit ihm „Sag einfach ja“ oder sogar ein wenig von seiner eigenen schnellen Karriere „Ich kann alles sehen“. Seifenblasen fliegen über das Rund der Musikarena, rote Herzballons werden geschwenkt und die Taschenlampen-App der Smartphones werden aktiviert. Viele Lieder können ohne Probleme mitgesungen werden. Natürlich präsentiert Tim auch in einer guten Mischung sein neues Album „Am seidenen Faden“.

Tim Bendzko ist ein tiefgründiges Gewächs seiner Zeit, der vor der Weltrettung noch 148 Mails checken muss. Der Pop-Liedermacher singt in seinen gefühlvollen und sentimentalen Liedern von Liebe und Ängsten. Das sind Themen, die zeitlos sind und viele Menschen bewegen. Vielleicht begeistert besonders sein jungenhaftes Wesen, seine Lockenpracht und sein entwaffnendes Lächeln? Vielleicht sind es auch die schlenkernd schleppenden Tanzschritte oder die gefühlsbetonte Ausstrahlung, die für sein Image als Frauen- und Schwiegermutterliebling verantwortlich sind? Aber egal! Tim Bendzko spielt mit diesen Klischees und ist sich derer sehr wohl bewusst. Er ist jedoch auf dem Boden geblieben und kommt unendlich sympathisch und natürlich beim Publikum an. Gänsehautfaktor inbegriffen! Der Sound der wunderbaren Band, die sogar Cello-Begleitung einsetzte, war perfekt in Szene gesetzt. Die Bühnen-Videoshow war genau so, wie sie war, perfekt.

Drei der Söhne Mannheims kamen als Überraschungsgäste zur Show und sangen zusammen mit Tim. Mit der Sängerin Cassandra Steen präsentiert Bendzko ein ganz neues Lied „Unter die Haut“. Das wurde erst vor einigen Tagen von beiden Künstlern geschrieben und wurde in der Waldbühne uraufgeführt. Ein einmaliger Konzertabend, der sein Ende mit Tim und seiner Gitarre fand: „Das war das letzte Mal, das letzte Lied. Das war das letzte Mal, dass ich Dir sag, wie sehr ich Dich geliebt hab.“

Der Facebook-Fan Marie schreibt begeistert: „Oh mein Gott...oder besser, Oh Tim!!! ,mir fehlen die Worte...ich hab die Worte nicht' - für diesen wundervollen, zauberhaften, unvergesslichen, megamäßig genialen, UNFASSBAREN Abend !!!“

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert! Und so begann noch am Abend des Konzerts der Vorverkauf für „Ich steh nicht mehr still Tour 2014“ in der Berliner Max-Schmeling-Halle am 14. März 2014.

Thomas Moser -BerLi-Press

 

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