Jubiläumsprogramm: 10 Jahre Roncalli – Weihnachtscircus

Es ist mittlerweile eine wunderschöne Tradition, dass der Weihnachtscircus von Roncalli in Berlin seine Zelte aufschlägt. Und zur kalten Jahreszeit kann es keine bessere Spielstätte für einen Circus geben, als das große feste Zeltgebäude des Berliner Tempodroms, das weihnachtlich geschmückt die Besucher anlockt.

Roncalli hat zum 10ten Jubiläum wieder ein unverwechselbar einzigartiges Programm zusammengestellt. Das Premierenpublikum war begeistert.

Roncalli und der Gründer und Direktor Bernhard Paul sind eine künstlerische Einheit, die für absolute Topqualität von Circus- und Varieté-Unterhaltung stehen.

Ein spektakulärer Einstieg wird von der Gruppe „Circustheater Bingo“ geboten, die schon öfters durch die Roncalli-Manege geflogen sind. Ein Muss in jedem Circus, aber bei Roncalli immer wieder eine Köstlichkeit, sind die Clowns. Mit gleich fünf „KGB-Clowns“, wird viel zum Lachen geboten, sowie Kunst, Gestik und Bewegung gekonnt vereint. Die Kinder haben ihr Vergnügen und verfolgen gebannt die tollpatschigen Schritte der bunten Gesellen.

In der Jonglage wird Claudius Specht bejubelt, wenn er die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen scheint. Besonders seine Becher-Nummer ist etwas Besonderes und nicht überall, und schon gar nicht in dieser Perfektion, zu sehen.

Die Jungs der „Jinan Arcobatic Troupe“ sind in ihrer Dynamik kaum zu übertreffen. Sie fliegen durch Reifen, springen durch schwingende Lassos und zeigen mit einfachsten Mitteln, dass man mit solider moderner Akrobatik die Zuschauer für sich gewinnen kann. Atemberaubend ist die Stapel-Stuhl-Nummer der Chinesen, die die letzte Spitze des Zeltdaches ausnutzt.

Nach dem Motto „Ich glaub, ich wär ein Huhn“, präsentiert Diane Dugard ihre komische Hühner-Comedy-Dressur im Lock der 20er Jahre. Auch die Circus-Pony-Parade mit Karl Trunk ist ein besonderer Spaß für die Kinder.

Etwas besinnlicher und filigraner ging es beim Trio Laruss zu, die mit elegant fließenden Bewegungen immer wieder wechselnde Lebenspyramiden bildeten. Das goldene „Duo Viro“ ist fast schwerelos am Vertikaltuch unterwegs. Sie wickeln damit nicht nur sich selbst ein, sondern besonders das Publikum um den Finger. Das Publikum klatscht bei diesen Höchstleistungen gerne im Takt.

Faszinierend und mit offenen Mund konnte vom chinesischen Künstler die absolute Körperbeherrschung im Zeitlupentempo an der Stange bestaunt werden. Einfach einzigartig brillant! Neben den großen akrobatischen Sensationen sind es bei Roncalli besonders die leisen, poetischen und stilvollen Elemente, die den Erfolg von Bernhard Paul ausmachen.

Der Weihnachtscircus ist ein richtig gekonnter Circus von Roncalli. Wer aber in den letzten Jahren von der weihnachtlichen Grundstimmung mitgerissen war, muss diesmal weitestgehend darauf verzichten. Georg Pommer und das „Roncalli Royal Orchestra“ begleiten eher rockig die Circus-Präsentationen. Es gibt natürlich, wie bei Roncalli üblich, wundervolle künstlerische Höchstleistungen, aber Weihnachten war diesmal leider nur wenig im Programm mit einbezogen.

Nichts desto trotz ist der Weihnachtscircus ein richtig großer Circus, der viel Spaß und Entspannung für Klein und Groß bietet.

So vergnügten sich traditionell bei der Premiere wieder viele Promis beim Circus-Treiben.

Veranstalter Dieter Semmelmann von "Semmel-Concerts" und Bernhard Paul schnitten die Geburtstagstorte im Tempodrom-Look nach der Vorstellung an. Die Ehrengästen feierten gerne den Erfolg der circensischen Höchstleistungen.

Roncalli: Immer eine Empfehlung für die ganze Familie!

Thomas Moser –BerLi-Press

Noch bis zum 5.1.2014! http://www.roncalli.de/circus/roncalli-weihnachtscircus-berlin-tempodrom

 

 

Show Genial: Rainald Grebe und sein neues Programm

Berlin, 18. Dezember 2013 Er betritt die Bühne und ist von der ersten Minute an präsent: Rainald Grebe & das Orchester der Versöhnung laden zum neuen Programm „Berliner Republik“ ein.

Die Premiere im Berliner Admiralspalast war ein voller Erfolg!

Nach dem Riesenspektakel „Halleluja Berlin“ im Jahr 2011 in der Waldbühne konnte man sich kaum noch Programmsteigerungen vorstellen. Aber der 42jährige Liedermacher, Schauspieler, Kabarettist und Autor schafft es immer wieder, Höhepunkte zu setzen. Spritzig frisch zelebriert der Meister ein einzigartiges Musik-Comedyshow-Konzert: unverwechselbar Grebe!

Seine Erkennungsmarke, der Federschmuck, darf beim Intro natürlich nicht fehlen.

Das singende statistische Jahrbuch präsentiert Grebe in der „Berliner Republik“. Auch wenn nur Zahlen und Fakten, wie es scheint wahllos und sinnlos aneinandergereiht werden, macht die Fokussierung auf diese Nebensächlichkeiten doch immer wieder irgendwie einen tieferen Sinn. Wobei man bei Grebe auch nicht alles so ernst nehmen sollte. Er ist, wie immer, ironisch und sarkastisch, veräppelt sich und seine Umwelt und wird dafür von seinen Fans geliebt. Und die Fangemeinde ist sehr groß.

Rainald Grebe lümmelt in seinem Chefsessel vor dem Piano und bedient im „Brunchen-Song“ alle Klischees, die einem bei dieser Mahlzeit einfallen. Traumhaft!

Im neuen Konzert wird ein Super-Sound zusammengemixt und fesselt die Zuschauer. Wenn man von Qualität, Esprit und Witz im Zusammenhang mit Rainald Grebe redet, kommt man an der Qualität seiner Kapelle einfach nicht vorbei.

Das Orchester der Versöhnung spielt in neuer Besetzung auf. Neben den bekannten und grandiosen Fachkräften Buddy Casino (Orgel), DJ Smoking Joe, Marcus Baumgart (Gitarre), Serge Radtke (Bass), Martin Brauer (Drums) spielt das funkyfunky Blasquartett Ellen Wemmelmudd, Anke Lux (Posaune), Ina Böttcher und Ulrike Arzet (Trompete) auf. Die Bläserinnen sind eine echte Bereicherung!

Rainald Grebe beweist sich, mit Publikumsbeteiligung, als „Multitasker“. Er nimmt Tempo auf und spielt mit seinen Grimassen und der unvergleichbaren Mimik. Mit aufgerissenen Augen ist Grebe musikalisch als „Berater“ unterwegs und besucht den „Fürst von Lichtenstein“.

Rainald Grebe und seine Musikerinnen blasen beim „Jagdverzeichnis“ zum Halali, die Helden des Alltags erhalten ihre eigene Handwerker-Hymne und etwas ruhiger und nachdenklich wird das „Loch im Himmel“ betrachtet.

Bühnenbild und Lichtführung sind kraftvoll, bei der Aussteuerung des Tones gibt es noch Optimierungsbedarf. Interessante Filmeinspieler unterstützen die lockere Einbeziehung des Orchesters in das Programm.

Das Berliner Publikum kann sich freuen, denn Rainald Grebe ist noch bis zum 30. Dezember 2013 im Admiralspalast. Ab Frühjahr des nächsten Jahres tingelt Grebe durch den Rest der Republik.

Beim ehrlichen 2-Stunden-Programm lässt sich Rainald Grebe bei den sehnsüchtig erklatschten Zugaben nicht lange bitten. Als Special-Guest hat er zum Abschluss sein betagtes Streichquartett auf die Bühne gebeten, zelebriert die Besonderheiten vom „Prenzlauer Berg“ und begeistert ohne Ende mit seinem makaberen „Brandenburg-Song“. Der Rausschmeißer ist dann die „Eintagsfliege.“ Um es deutlich zu sagen: Rainald Grebe, sein Orchester und sein tolles Unterhaltungskonzept ist keine Eintagsfliege: „Halleluja Berlin“ und AUS!

Thomas Moser – BerLi-Press

http://www.rainaldgrebe.de

 

Sonnige Jungs in „Sonny Boys“

Ganz so sonnig sind die „Sonny Boys“ Dieter Hallervorden und Philipp Sonntag in ihren Rollen nicht. Das ist aber dem Buch und keineswegs der besonderen künstlerischen Leistung der zwei Ausnahmeschauspieler geschuldet. Es geht bei „Sonny Boys“ um zwei, mehr oder weniger eitle, Komiker, deren beste Zeit vorbei ist.

„Didi“ und „Phil“ zeigen eine besonders runde schauspielerischen Leistung, die mit Niveau und Charme präsentiert wird. Sie sind halt wunderbare Schauspieler, die selbst ihre eigenen Lebensrollen überzeugend spielen, ohne in eine „Komiker-Klamotte“ abzudriften.

In der von Thomas Schendel liebevoll bearbeiteten Neuauflage, die im Schlosspark Theater Berlin uraufgeführt wurde, erhalten Didi und Phil eine letzte neue Chance. Ein Privatfernsehsender bringt ein Revival eines Sketches von den beliebten Komikern. Der Neffe Ben, der als Agent von Didi sich um Auftrittsmöglichkeiten bemüht, hat das Ganze arrangiert. Der Neffe wird von Tilmar Kuhn dargestellt, der sich herrlich in die Rolle einfindet. Auch die Krankenschwester, dargestellt von Susanna Capurso, präsentiert sich gekonnt in ihrer Rolle. Man kann sagen, dass diese Nebenrollen fast zu Hauptrollen von „Sonny Boys“ werden. Glückwunsch dafür, neben diesen zwei Theaterurgesteinen so gut bestehen zu können!

Didi und Phil haben Jahrzehnte zusammengearbeitet und haben ihre Marotten, fast so wie ein altes Ehepaar. Sie haben sich seit Jahren nichts mehr zu sagen und leben in ihren eigenen Welten. So gestalten sich die Zusammentreffen äußerst konfliktreich. In einem abgehalfterten Hotel lebt Didi mit Schlafanzug und Morgenmantel in den Tag. Er lebt von seiner Vergangenheit. Didi ist leicht verwirrt, unleidlich und vergesslich. Den muffigen Hotelzimmergeruch riecht man fasst als Zuschauer. Das Bühnenbild wurde detailgetreu und authentisch prachtvoll umgesetzt. „Sonny Boys“ ist eine Neuauflage des Stückes von Neil Simon, das bereits 1972 uraufgeführt wurde und von bekannten Schauspielern dargestellt wurde.

Dieter Hallervorden spielt in letzter Zeit immer wieder alte Leute mit ihren Ecken und Kanten. Das ist sicherlich, neben der puren Unterhaltung, auch ein wichtiger Beitrag für mehr Verständnis zwischen Alt und Jung.

Das Premierenpublikum war begeistert und lachte immer wieder. Viele Schauspielerkolleginnen und Kollegen waren gekommen. Auch Desire Nick, die im Schlosspark Theater mit „Ein Mann fürs Grobe“ geglänzt hat, schien sich gut zu amüsieren. Dieter Hallervorden bringt in seinem Schlosspark Theater immer wieder exzellente Qualität auf die Bühne; diesmal auch höchstpersönlich!

Ein unterhaltsamer Abend, der etwas an „Dinner for One“ und The same procedure as every year“ erinnert.

Thomas Moser –BerLi-Press-


http://schlosspark-theater.de

 
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