Pyronale 2014 – Das Feuerwerk World-Championat

WELTBESTE FEUERWERKSKUNST

Acht Jahre ist es nun schon her, dass die Idee, ein Feuerwerk-World-Championat auf dem Berliner Maifeld ins Leben zu rufen, zum ersten Mal umgesetzt wurde. Seit 2006 strömen jedes Jahr am ersten Septemberwochenende Feuerwerksbegeisterte aus dem In- und Ausland zum Maifeld am Olympiastadion, um sich von den kreativen Pyroinszenierungen der internationalen Feuerwerkselite begeistern zu lassen. Mittlerweile haben über 485.000 Besucher miterlebt wie die Teams aus Ländern aller Kontinente den Berliner Nachthimmel im Wettstreit um den begehrten Pyronale-Pokal in ein farbenprächtiges Lichtschauspiel verwandeln.


Vergangenes Jahr fand die Pyronale am 6. und 7. September statt und die angetretenen Pyrotechnik-Teams haben mit ihren Shows ganz neue Maßstäbe gesetzt. Über 65.000 Zuschauer haben sechs kreative und atemberaubende Feuerwerke der Mannschaften aus Kroatien, Polen, Finnland, den Philippinen, Griechenland und Spanien bewundert. Publikum und Jury waren von den dargebotenen Performances gleichermaßen überwältigt. So wurde das Team Dragon Fireworks von den Philippinen nicht nur vom Publikum zum Tagessieger am Samstag gewählt, sondern hat sich auch den goldenen Pyronale Pokal und somit den Gesamtsieg meisterhaft erkämpft. Der zweite Platz ging an die spanische Mannschaft Pirotecnia Zaragozana und der bronzene Pokal an den Tagessieger von Freitag JoHo Pyro aus Finnland. Der zweifache Titelverteidiger Surex aus Polen belegte den 4. Platz.

Auch wenn es in der Zwischenzeit dutzende Pyroevents in Deutschland gibt, hat sich die Pyronale durch das einzigartige Konzept ihre Einmaligkeit beibehalten. Neben dem besonderen Wettbewerbscharakter überzeugt auch das Berliner Olympiastadion mit dem angrenzenden Maifeld und dem historischen Glockenturm als imposanter Veranstaltungsort. Das Maifeld wird zur Arena, in welcher die sechs Mannschaften mit Professionalität, Kreativität und Virtuosität um die Gunst von Publikum und Jury werben. „Die Pyronale ist wie Rock`n`Roll in der Luft“ hat Rudolf Schenker, Gründer und Gitarrist der Scorpions sowie Vorsitzender der Pyronale-Kreativjury, dieses Spektakel einmal treffend beschrieben.

In diesem Jahr dürfen wir einen weiteren Musiker bei der Pyronale begrüßen. Der britische Gitarrist, Sänger und Komponist, John Miles, wird zum ersten Mal einen Platz in der Kreativjury übernehmen. Sein weltweiter Hit „Music“ wird die Melodie sein, zu der das große Citroën-Feuerwerk am Freitag- und Samstagabend gezündet wird.

Freitag, 5. September Samstag, 6. September

Einlass: 18:30 Uhr Veranstaltungsbeginn: 20:45 Uhr

FRANKREICH Féérie

NIDERLANDE Heron Fireworks

RUSSLAND Orion Art

Im Anschluss: Ehrung Tagessieger Große CITROËN Feuerwerksshow Große CITROËN Feuerwerksshow

Inszeniert von FLASH ART

 

Samstag, 6. September

Einlass: 18:30 Uhr Veranstaltungsbeginn: 20:45 Uhr

ITALIEN Pyroemotions & PyroDigit

NORWEGEN Engelsrud NFI Fyrverki AS

CHINA Panda Fireworks

Im Anschluss: Ehrung Tagessieger und Siegerehrung Gesamtsieger

Inszeniert von FLASH ART

Farbvorgaben: Gold – Grün

Musikvorgaben: Medley aus der Polka "Unter Donner und Blitz" und der Ouvertüre aus „Die Fledermaus“ beides von Johann Strauss

Kür: 10 Minuten Feuerwerk zu einer selbst gewählten Musik unter dem Thema „My Country“

...am MAIFELD am Olympiastadion Berlin

Tickets für die Pyronale gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Tickethotline:

01806 999 000 909 (0,20 €/Verbindung aus dem deutschen Festnetz; 0,60 €/Verbindung aus dem dt. Mobilfunknetz) oder im Internet: www.ticketmaster.de und www.pyronale.de

Bericht von BerLi-Press 2013: http://weblog.berli-press.de/archive/2013/09/11/pyronale--feuerzauber-verzaubert-berliner.htm

 

Der Himmel brannte über Britz



„Feuerblumen und Klassik Open Air 2014“ im Britzer Garten war wieder ein voller Erfolg! Seit langer Zeit gab es schon keine Karten mehr. Diesmal stand Mozart im Mittelpunkt des Konzertes. Das „Sinfonische KonzertOrchester Berlin“ verzauberte mit bekannten, aber durchaus auch mit unbekannteren Mozartmelodien. Der Dirigent Toland Mell führte zusammen mit Petra Gute vom rbb sachkundig und unterhaltsam durch das Programm. Das Wetter hat sich gehalten. Für die späteren, etwas kälteren Stunden waren die Besucher gut mit warmer Kleidung und Decken ausgerüstet. Vor Konzertbeginn war der Hügel vor der Bühne eine einzige Picknick-Veranstaltung. Besonders die Besucher, die teilweise schon Stunden vor dem Beginn die Wiesenplätze belegt hatten, nutzten die Veranstaltung als ungewöhnliches Event mit Freunden und Familie. Da wird alles aufgetischt, was Herz und Magen begehrt.





Beim Musikprogramm aber sind die Besucher aufmerksam und entspannt bei der Sache. Wenn die Melodie vom Vogelsänger aus der Zauberflöte erklingt, wippt so manches Bein im Takt. Als Solisten erfreuten Wenzel Fuchs (Klarinette), die Sopranistin Jule Rosalie Vortisch und Bariton Serge Novique die musikbegeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer.

Als Überraschungsgast gab sich Ilja Richter die Ehre. Mit ungewöhnlichen und unterhaltsamen Mozarteinblicken ergänzte er die Ausführungen von Toland Mell.

Dann war es soweit. Kurz nach 22 Uhr wurde das musikalische Feuerwerk von einem tatsächlichen Feuerwerk abgelöst. Ein „Oh“ und „Ah“ ging durch die Runde. Mit offenen Mündern wurde ein einmalig schön komponiertes Feuerwerk bestaunt. Es stimmte alles, die Musik und die wunderbaren Effekte waren zauberhaft aufeinander abgestimmt.


Für viele Besucher ist sicher: Das 17. Feuerwerk am 29. August 2015 besuchen sie wieder. Zum 30. Jubiläum des Britzer Gartens wird eine „Verdi-Gala“ im Mittelpunkt stehen. Der Vorverkauf beginnt am 1. Dezember. Es ist ratsam nicht so lange mit dem Kartenkauf zu warten. Außerdem hat man dann schon mal ein schönes Weihnachtsgeschenk für seine Lieben.

Feuerblumen übertrifft sich jedes Jahr aufs Neue: 2014 war der Beweis!

Thomas Moser – BerLi-Press (auch Fotos)











Alle Fotos Thomas Moser -BerLi-Press

 

In der Neuköllner Oper: Taksim Forever

Taksim Forever

#Rüyalar parki

Für eine kurze Zeit wurde der Gezi-Park in Istanbul zum „Park der Träume.“

Im aktuellen Musiktheater von Can Erdogan-Sus (Komposition) und Kerem Can präsentiert die Neuköllner Oper Einblicke in die Proteste, die im Jahr 2013 im Zuge eines geplanten Bauprojektes im Gezi-Park für große Unruhen sorgten.

Am Anfang ging es um drei Bäume. Dann ging es jedoch um viel mehr.

In der erzählten Geschichte verliebt sich der deutsche Klangkünstler Ben, gespielt von Johannes Hubert, in die Stimme aus dem Radio. Diese Stimme gehört der Aktivistin der Protestbewegung Leyla, die von Pınar Erincin dargestellt wird.

Ben reist nach Istanbul und gerät in Polizeieinsätze rund um den Taksim-Platz, der schon 1977 als Ort für ein Massaker mit 34 Toten traurige Berühmtheit erlang. Bei den aktuellen Unruhen verliebt sich Ben richtig in die junge Frau. Die Staatsmacht räumt den Platz mit Gas und Wasserwerfern und übertüncht alles mit Farbe.

Die Eltern der jungen Leuten zeigen den Blick in die Vergangenheit. Der Taksim-Radio-Reporter Deniz, dargestellt von Murat Dikenci, präsentiert sich als lebendiges und verbindendes Element, gelegentlich auch als Beatboxer.

Foto Neuköllner Oper / Matthias Heyde

Die Darstellerin von Leyla war selbst zeitweise in der Gezi-Bewegung aktiv und sagt: „Ich glaube, es hat mich stärker gemacht.“ Das spürt man auch!

Die Bühne stellt sich anfangs zweigeteilt, einfach aber eindrucksvoll dar. Der trennende Vorhang dient zu Beginn dazu, dass türkische Liedtexte ins Deutsche übersetzt angezeigt wurden. Dies war so lange effektiv, bis sich die Rauchschwaden vor dem Vorhang versammelten. Vorhänge waren dann auch für die kraftvollen Videos die Grundlage. Zusammen mit dem starken Sound war Vincent Stefan für diesen Bereich verantwortlich und überzeugte mit seiner Arbeit.

Es ist in der Neuköllner Oper immer wieder schön zu sehen, wie abwechslungsreich und frisch die Bühnenbilder sich in den verschiedenen Stücken präsentieren. Auch dieses Bühnenbild/Ausstattung von Yvonne Kalles überzeugte voll und ganz.

Die Musik von Can Erdogan-Sus ist gefühlvoll und traurig und gelegentlich kämpferisch, halt abwechslungsreich. Auf jeden Fall war die ansprechende Musik viel weniger „typisch“ Türkisch, wie man bei diesem Thema erwarten konnte. Das tat dem Gesamtkunstwerk des Musiktheaters aber keinesfalls einen Abbruch.

Foto Neuköllner Oper / Matthias Heyde
Mit Töpfegeklapper und dem Schlachtruf „vay, vay“ wird temperamentvoll und entschlossen gesungen: „Meine Gasmaske ist rot. Das Tränengas schmeckt nach Honig. Mein Wasserwerfer bespritzt mich. Wir werden das lösen, das Volk ist auf der Straße auf dem Weg nach Taksim, auf die Barrikaden.“

Besonders das exzellente Orchester, unter der musikalischen Leitung von Bijan Azadian oder alternativ Dominik Walenchiak, ist der Garant für ein zeitkritisches und künstlerisch beachtliches Musiktheater. Die guten schauspielerischen Leistungen rundeten den Abend ab. Das Premierenpublikum war begeistert.

Ein deutsch-türkisches verbindendes Gesamtkunstwerk!

„Taksim forever“ wird zeitlos sein, da Taksim immer wieder auch an anderen Orten zeitweise für Träume sorgen kann. Taksim im überall.

Thomas Moser

Musiktheater von Can Erdogan-Sus (Komposition) und Kerem Can (Text)

Regie: Nicole Oder

Musikalische Leitung: Bijan Azadian/Dominik Walenciak

Ausstattung: Yvonne Kalles · Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Video/Sounddesign: Vincent Stefan

Spieltermine: 21./23./24./29.-31. August sowie 4./6./10./12.-14./18.-21. September, 20 Uhr

Spielort NEUKÖLLNER OPER, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin

 

 
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