Roncalli kommt, Weihnachten beginnt!

Der Circus Roncalli und sein Gründer und Direktor Bernhard Paul bürgen schon seit 1976 für eine hohe künstlerische Qualität. Der 12. Original Roncalli-Weihnachtscircus ist jetzt auch schon eine Berliner Tradition.


Das Tipi-Zelt am Anhalter Bahnhof verwandelt sich zu einem feierlich geschmückten Weihnachtszelt. Der Weihnachtscircus ist eine gelungene Kooperation von Roncalli mit Semmel Concerts. Auf die Premiere freuen sich auch jedes Jahr viele Prominente mit ihren Familien. Ob Schauspieler oder Fernsehleute, alle freuen sich auf diesen Jahresabschluss. In diesem Jahr waren beispielsweise Walter Plathe, Ben Becker, Ingo Naujoks, Johann von Bülow, Mariella Ahrens, Britta Elm, Enie van de Meiklokjes und auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, mit seiner Familie dabei.

Wenn Roncalli kommt, dann beginnt Weihnachten, das war der Eindruck, den man bei vielen Besuchern gewinnen konnte. Wer das Circusgebäude betritt, tritt in eine andere Welt und wird so gleich ein Stück entschleunigt.

Das Programm beginnt und die Zuschauer werden nicht enttäuscht. Das erstklassige Roncalli Royal Orchestra gibt immer den passenden Takt an. Traditionelle Klänge und rockig-swingende Musik ist kein Gegensatz, zumindest nicht mit Roncalli. Ein buntes Varieté-Programm wird zu fairen Preisen präsentiert. Alle Acts greifen wie ein Zahnrad ineinander und sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Trotz künstlerischem Feinsinn ist es eine lebendige Show geworden, die sich durch viel Kraft und Energie auszeichnet. Als Motto hätte man auch gut „aufregend-unaufgeregt“ nehmen können.

Der feinsinnige Clown verbindet gekonnt die Showteile und kann selbst mit der simpelsten Plastikverpackung kleine Konzerte anstimmen.

Eine riesig schimmernde Stab-Marionettenfigur gibt einen leichtfüssigen charmanten Rahmen für Bernhard Pauls Weihnachtsmärchen.

Mit großen Ballons und mit Hilfe der Riesenmarionette wird sogar ein kleines Luftballon-Mädchen zum Schweben über die Köpfe der Zuschauer gebracht. Eine faszinierende Welt zwischen getragen werden und schweben verkörpert dieser luftiger Zauber.

Aber es ist natürlich auch erstklassige Akrobatik dabei.


Eine Truppe mit jungen Kubanern fliegt durch die Luft, leuchtende Bälle, kombiniert mit Jonglage und Dynamik, verzaubern das Publikum und ein junger Spanier tanzt mit viel Temperament und atemberaubenden Salti über ein Seil. Zwei andere Akrobaten schwingen zwei Frauen durch die Manege und mit einem Rhönrad-ähnlichen Reifen bewegt sich lustig und kunstvoll so eine Art Yeti über die Weihnachtsbühne. Unter dem Titel „Human Flag“ bewegen sich Karen und Dominic geschmeidig an einer Stange und wirken fast schwerelos, quasi wie zwei wehende Fahnen. Das Ganze wurde auch noch mit Pantomime kombiniert und ist so eine einzigartige Shownummer. Zwei andere Pantomimen und Zauberer, Vic & Fabrini, sind eine Klasse für sich. Mit viel Magie, Körperbeherrschung und Komik bewegen sie sich, wobei es fast nicht zu durchschauen ist, ob eine lebensgroße Puppe doch nur ferngesteuert ist. Der Roncalli-Weihnachtscircus hat zwar kein Tier dabei, nicht einmal Hunde oder Ponys haben ins Programm gefunden, aber trotz alledem kann man von einem tierisch guten Programm sprechen.

Roncalli hat sich mal wieder übertroffen, obwohl man immer wieder glaubt, dass diese Spitzenleistungen nicht zu toppen sind. Eine Empfehlung, bei der man wahrlich kein schlechtes Gewissen haben braucht. Noch bis zum 3. Januar!

Thomas Moser (auch alle Fotos)


Alle Fotos Thomas Moser

 

Dieter Hallervorden ab Januar in dramatischer Charakterrolle zu sehen

Recht auf Liebe ohne Altersgrenzen
Dieter Hallervorden, kürzlich für seine sensible Darstellung eines Demenzkranken im Film „Honig im Kopf“ mit dem Bambi und dem Lubitsch-Preis ausgezeichnet, wird ab Januar seine Wandlung zum ernsten Charakterdarsteller auf der Bühne des Schlosspark Theaters unter Beweis stellen. Premiere ist am 16. Januar 2016.


Foto: DERDEHMEL-Urbschat

In Gerhart Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ spielt Hallervorden den bekannten Verleger Matthias Clausen, der im Alter von 80 Jahren die Liebe zu einer jungen Kindergärtnerin (gespielt von Katharina Schlothauer) entdeckt. Dem Wunsch der beiden, ihre Liebe zu leben, steht der Widerspruch von Clausens erwachsenen Kindern entgegen, die jedoch nicht um des Vaters Gesundheit, sondern um ihr Erbe fürchten. Es kommt zum Eklat.
Dieter Hallervorden: „Die Rolle des Matthias Clausen ist die größte Herausforderung meiner Bühnenlaufbahn. In höchster Wertschätzung für das Werk Gerhart Hauptmanns werde ich einfühlsam und demütig versuchen, diese Herausforderung zu meistern.“
Gerhart Hauptmann (1862-1946) gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. – Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ wurde am 16. Februar 1932 in der Inszenierung von Max Reinhardt im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. 1956 wurde das Stück in der Regie von Gottfried Reinhardt mit Hans Albers, Martin Held, Claus Biederstaedt, Hannelore Schroth, Erich Schellow, Maria Becker u.a. verfilmt. Fernsehspiele entstanden daraus in den Jahren 1962 (Hauptrolle: Ernst Deutsch), 1970 (Hauptrolle: Werner Hinz) und 2000 (Hauptrolle: Harald Juhnke). Aufgrund der thematischen Aktualität steht das Drama noch heute regelmäßig im Spielplan deutschsprachiger Bühnen.
Am Schlosspark Theater spielen ab 16. Januar 2016 in der Inszenierung von Thomas Schendel und Ausstattung von Stephan von Wedel neben Dieter Hallervorden in der Hauptrolle Katharina Schlothauer als Clausens junge Geliebte Inken und Franziska Troegner als deren Mutter. Die Kinder von Clausen werden von Irene Christ, Maria Steurich und Harald Effenberg dargestellt, vervollständigt wird das große Ensemble durch Martin Gelzer, Oliver Nitsche, Mario Ramos, Anne Rathsfeld und Achim Wolff.

Einführungsmatinee: 10.01.2016, 11.00 Uhr
Voraufführungen: 14.01.2016 und 15.01.2016
Weitere Vorstellungen:
17.-18.01.2016 / 02.-07.02.2016 / 07.-10.03.2016 / 13.-15.03.2016 / 17.03.2016 /
10.-16.04.2016 / 09.-16.05.2016, jeweils 20 Uhr
Schlosspark Theater, Berlin

 

 
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