Schlosspark Theater im Oktober: Skurrile Komödie mit Marion Kracht

„Einfach tierisch“ in der Übersetzung von Dieter Hallervorden
Taffe, Luxus, Pelz und Fleisch liebende Star-Anwältin und ihre Familie treffen auf eingefleischte, Tier und Umwelt schützende Veganer – welch skurrile Verwicklungen sich daraus ergeben, das können Sie in der französischen Komödie „Einfach tierisch“ von Jean Robert-Charrier in der deutschen Übersetzung von Dieter Hallervorden ab 22. Oktober am Schlosspark Theater erleben. In der Hauptrolle: TV-Star Marion Kracht.
Marion Kracht, im wahren Leben langjährige Vegetarierin, nimmt die Herausforderung gerne an: „Endlich kann ich an diesem wunderschönen Traditionshaus spielen – und dann auch noch eine groteske Komödie über ein Thema, das mich selbst sehr bewegt! Mir als Vegetarierin macht es großen Spaß, diese radikale Verfechterin des Fleischgenusses zu spielen. Mit meinen wunderbaren Kollegen freue ich mich auf einen temporeichen, amüsanten Abend.“
Unterstützt wird Marion Kracht, die die taffe, Luxus und Fleisch liebende Star-Anwältin Jacqueline von Klickel spielt, von Mario Ramos (ihr Mann Gerhard), Teresa Schergaut (ihre Tochter Christine) und Marc Laade (ihr Sohn Hans-Dieter). Die vegan lebende Familie Fischer wird von Anne Rathsfeld, Oliver Nitsche und Jonathan Kutzner auf die Bühne gebracht. Für Regisseur Thomas Schendel ist dies bereits seine 11. Inszenierung am Schlosspark Theater, und Daria Kornysheva hat zuvor bereits 7 seiner Produktionen an diesem Haus ausgestattet.
Dieter Hallervorden, frankophiler Intendant des Schlosspark Theaters, hat die Uraufführung des Stückes „Nelson“ im Oktober 2014 in Paris miterlebt und sofort den hohen Unterhaltungsfaktor der Komödie erkannt. Nach „Der Lügenbaron“ und „Die Selbstanzeige“ (beide 2014) ist dies die dritte von ihm übersetzte Komödie, die an seinem Haus die deutschsprachige Erstaufführung erlebt.
Zum Inhalt:
Jacqueline von Klickel ist Staranwältin. Sie liebt Luxus, Geld und auch ihre Familie, zumindest dann, wenn sie Zeit für sie hat. Ihre 25jährige Tochter Christine studiert Soziologie und träumt davon, bei der humanitären Hilfsorganisation in Afrika zu arbeiten, die die Eltern eines Freundes, Rudolf Fischer, leiten. Und so bittet sie ihre Mutter, die Familie Fischer zum Essen einzuladen. Aber es gibt ein Problem: Die Eltern Rudolfs stehen Jacquelines Ansichten diametral gegenüber. Sie sind Umweltschützer, Tierschützer und Veganer. Wenn sie einen Pelz sehen, werden sie aggressiv und Gänsele-berpastete lässt sie nahezu explodieren. Jacqueline dagegen liebt Pelze, sie liebt Fleisch und natürlich all das, was in den Augen der Fischers ein No-Go ist. Ein spannendes Treffen. Wird es Jacquelines Mann Gerhard, der das Kochen übernimmt, ihrer Tochter Christine und der Geheimwaffe NELSON alias das Karnickel gelingen, Jacqueline im Zaum zu halten?
„Einfach tierisch“ von Jean Robert-Charrier, dt. von Dieter Hallervorden Deutschsprach. Erstaufführung: 22. Oktober 2016, Schlosspark Theater Berlin
Weitere Vorstellungstermine im Oktober 2016 sowie Januar / März / April 2017

 

Zum Weltkindertag MdB Mechthild Rawert: Kindern ein Zuhause geben

Zum Weltkindertag, der jährlich am 20. September in Deutschland begangen wird, erklärt Mechthild Rawert (SPD), Bundestagsabgeordnete für Tempelhof-Schöneberg:
„Mit dem Motto des diesjährigenWeltkindertages „Kindern ein Zuhause geben“ rücken UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk die Bedürfnisse und Rechte von Kindern in den Fokus von Politik und Gesellschaft - und das ist auch sehr notwendig“, so Rawert. „Besonders die von Armut betroffenen Kinder brauchen unsere Unterstützung. Für sie muss es die gleichen Bildungschancen geben wie für andere Kinder. Eine Kostenfreiheit für die Kita bis einschließlich des Studiums wie es sich das Land Berlin auf die Fahnen geschrieben hat, sichert ihre Teilhabe an der Gesellschaft.“, so Rawert weiter.
„An der Kinderfreundlichkeit in Deutschland müssen wir noch arbeiten. Kinder werden oftmals als störend empfunden, wenn es beim Spielen etwas lauter zugeht - selbst auf Kinderspielplätzen. Hier brauchen wir mehr Gelassenheit und Verständnis. Denn die Kinder sind unsere Zukunft“, so Rawert abschließend.

Foto Moser
Der Weltkindertag wurde während der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954 beschlossen und 1955 in 40 Mitgliedsstaaten erstmals begangen. In diesem Jahr begehen 145 Länder den Weltkindertag.

 

Pyronale 2016: Der Berliner Sommer wäre ohne Pyronale nicht derselbe!

Wie jedes Jahr im September, fand auch dieses Jahr zum 11. Mal in Folge die Pyronale statt. Sie lockte 50.000 zahlende Besucher auf das Maifeld am Berliner Olympiastadion und mindestens noch einmal so viele Gäste in die Umgebung.

Das Event ist in Berlin und der Fachwelt zu einer wahren Feuerwerksinstitution geworden. Bereits 47 verschiedene Teams hatten zuvor aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten teilgenommen und begeisterten über 600.000 zahlende Besucher aus aller Welt.


Dieses Jahr traten am Freitag den 9. September die Teams artEventia aus Frankreich, Super Power aus Polen und Vision Show Group aus Brasilien gegeneinander an. Den Tagessieg durch den Publikumspreis konnte Polen für sich gewinnen.


Am Samstag zeigten die Teams fireevent aus Österreich, Pyro Events aus Rumänien und Macedos aus Portugal ihr Können am Firmament. Am Samstag konnte sich Rumänien den Tagessieg vom Publikum sichern. 

Der Tagessieger wird vom Publikum über eine Telefonauswahl bestimmt und geht zu 30 Prozent in die Gesamtauswertung von der Kreativjury und der Fachjury mit ein. Die Jury beurteilt über ein Punktesystem die einzelnen Feuerwerksteile nach Kreativität, Vielfalt von Farben und Effekten, die Synchronität und die Umsetzung. Vorsitzender der Fachjury war Dr. Dietrich Eckhardt, Leiter der Fachgruppe II.3 Explosionsstoffe der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin. Vorsitzender der Kreativjury war Rudolf Schenker, Gründer und Gitarrist der Scorpions. Schirmherr der Veranstaltung und Vorsitzender der Gesamtjury war der Innensenator von Berlin Frank Henkel.

Wie auch in den vergangenen Jahren wird den einzelnen Teams ein finanzielles Budget und allgemeine Vorgaben gegeben. Das Feuerwerk soll sich aus der Pflicht und der Kür zusammensetzen. Die Pflicht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil gibt es eine Farbvorgabe, dieses Jahr Blau/ Grün, ohne musikalische Begleitung. Der zweite Teil der Pflicht besteht aus einer festen Musikvorgabe mit einem Auszug aus der 1812 Symphonie von Peter Iljitsch Tschaikowsky. 

Neu in diesem Jahr war die Vorgabe der Kür. In den Jahren zuvor stand diese immer für 10 Minuten unter dem Motto „My Country“. Dieses Jahr musste jedoch aus einem vorgegebenen Pool von 73 populären Werken der klassischen Musikgeschichte mindestens drei Stücke gewählt werden. Damit war die Pyronale 2016 zum ersten Mal durchgehend von klassischer Musik begleitet. Begründet wurde diese Reglementerneuerung damit, dass die Jahre zuvor hervorragende pyrotechnische Gesamtkompositionen, aufgrund der für das Publikum ungewohnten Musikauswahl des jeweiligen Teams, schlechter bewertet wurden. Die Regeländerung wurde jedoch nicht von allen Gästen als Gewinn betrachtet. So äußerten sich einzelne Gäste, dass gerade die unterschiedlichen Musikstücke und die unendlichen Möglichkeiten den Charme der Pyronale zu anderen klassischen Feuerwerksveranstaltungen ausmachen. Auch sei damit die Kreativität und Musikaktualität der Veranstaltung eingeschränkt.


Trotz einiger kritischer Stimmen zur Reglementänderung war die Stimmung durchweg sehr gut und die Veranstaltung ein voller Erfolg. Das Publikum wurde von den einzelnen Teams wieder einmal verzaubert und in den Bann der Pyrokunst entführt.

Bei all dem Zauber der in Minuten im Nichts verpufft soll hier noch einmal der enorme Aufwand erwähnt werden, den die Teams auf sich nehmen, um diese Gesamtkunstwerke zu schaffen. So wird auf einer Aufbaufläche von 21.000 Quadratmeter in drei Bereichen pro Team eine Breite von 200 m bebaut. Es bildet sich ein Feuerwerksdreieck mit einem Vorder-, Mittel- und Hinterbereich. In der vordersten Zone befinden sich auf der gesamten Breite die Bodenfeuerwerke mit einer geringen Sicherheitsstufe und damit dem geringsten Abstand zum Publikum. Das Einbringen von mindestens 5 Bodenfeuerwerkselementen ist Pflicht. Damit soll dem zahlenden Publikum mehr geboten werden als den vielen tausend weiteren Zuschauern, welche sich das Feuerwerksspektakel jedes Jahr von außerhalb anschauen. Die mittlere Zone beherbergt die mittleren Effekte und die großen Feuerwerks-Bomben werden im hinteren Bereich mit dem größten Abstand zum Publikum gezündet. Pro Team dürfen dabei zwischen 2 und 4 Tonnen Großfeuerwerkskörper mit einem Nettopulvergewicht von 1.000 bis 2.000 kg pro Show „verpulvert“ werden. Die größten Feuerwerkskörper haben einen Durchmesser von 15 cm, ein Gewicht von 3 Kilogramm und erreichen eine Ausdehnung von bis zu 150 Meter. Im Vergleich dazu kann der „Ottonormalverbraucher“ zu Silvester Raketen mit einem Gewicht von 26 g erwerben. Die Gesamtdimension der Feuerbilder erstreckte sich über eine Fläche von 300 mal 300 Meter und nahm damit bis zu 90.000 Quadratmeter ein.

Gelohnt hat sich die Mühe von allen Teams, aber es kann nur einen Sieger geben. Gesamtsieger wurde das Team Pyro Events aus Rumänien, welches es verstand das Publikum und die Jury von Anfang an emotional abzuholen, kaum Fehler machte und durch ein abgestimmtes Gesamtkonzept überzeugte. Den zweiten Platz erlangte das fireevent Team aus Österreich und den dritten Platz belegte das polnische Team Super Power. Abgeschlossen wurden beide Tage mit einer Feuerwerksshow der Firma FLASH ART. 

Da sich bereits andere Städte um die Pyronale bemüht haben, hier nochmal ein herzliches DANKE für die Verlängerung um weitere 5 Jahre. Der Berliner Sommer wäre ohne die Pyronale nicht derselbe! Macht weiter so.

Text: Elisa-Maria Moser

Fotos: Kai Oliver Moser

Und nach der Pyronale ist vor der Pyronale:

Pyronale 2017: am 1. und 2. September. Der Vorverkauf hat begonnen!
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.ticketmaster.de sowie beim Veranstalter www.pyronale.de.

 
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